ARCH ENEMY "Will To Power European Tour 2018" -- 27.01.2018 -- Event Zentrum / Geiselwind


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Die Schlange war lang vor dem Eingang des Event Zentrums in Geiselwind. Kein Wunder das dieses Package von der kleineren Music Hall in die große Halle verlegt wurde. Schon im Vorfeld konnte man sich jede Menge Spaß, Stimmung und vor allem gute Musik erhoffen, letztendlich wurden die Erwartungen vieler weit übertroffen. JINJER aus der Ukraine, allen voran Frontfrau Tatiana Shmailyuk, legten ein Set auf die Bretter, wie man es sich nur wünschen konnte. Auch wenn das Ganze mit sechs Songs für die meisten viel zu kurz war, diese hatten es in sich. "I Speak Astronomy" und "Pisces" durften da auf jeden Fall nicht fehlen, eben sowenig wie "Sit Stay Roll Over" und das abschließende "Who Is Gonna Be The One". Gelungener Auftakt dieses Abends. TRIBULATION faszinierten auf eine ganz andere Weise. Die Schweden zelebrierten Death Metal mit einem gehörigen schwarzen Anstrich. Schon allein die Performance war überaus sehenswert. "Lady Death" eröffnete den Reign. "Melancholia" und "The Motherhood Of God" durften da auch nicht fehlen. CO2 Säulen gepaart mit einer Lichtproduktion die sich sehen lassen konnte, Johannes Anderssonsn unverwechselbarer Gesang, Adam Zaars Solo technische Brillianz und natürlich das gestenhafte, fast tänzerisch, perfekte Performance von Jonathan Hutlén, sorgte für ein stimmiges Gesamtbild.


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Da sind wir doch auf das nächste Album gespannt, denn das letzte liegt auch schon wieder fast drei Jahre zurück. Meine Güte, was WINTERSUN da abzogen war ein Brett von einem Auftritt. Angefangen von "Awaken From The Dark Slumber(Spring)", über "Winter Madness" von ihrem aktuellen Album "The Forest Seasons". Sänger Jari Mäenpää lieferte nicht nur gesanglich ab, er stand auch durchgehend im Kontakt mit dem Publikum. Das die Halle tobte durfte klar sein, es wurde geklatscht, gesungen und gebangt. Die ersten Crowdsurfer des Abends waren auch am Start. "Sons Of Winter And Stars" vom 2012er Album "Time", danach wieder etwas Aktuelleres mit "Loneliness (Winter)". Abschließend brachte WINTERSUN "Battle Against Time" und natürlich "Time", Titeltrack des gleichnamigen Albums. Großartig, was dieses Quartett hier abgeliefert hat. Zugabe wurde selbstredend gefordert, doch die Zeit war um und so ging es in die Umbauphase für den Headliner des Abends. ARCH ENEMY haben über die Jahre bewiesen, dass sie zu den ganz großen gehören.


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Dies zeigt sich auch, wie Anfangs erwähnt, das dieses Konzert in die größere Halle verlegt werden musste, da die Nachfrage so groß war. "The World Is Yours" von ihrem aktuellen Album "Will To Power" legte den Grundstein einer atemberaubenden Performance, mittendrin Powerbündel Alissa White-Gluz. "Ravenous" durfte da auch nicht fehlen, schön das man sich nicht nur auf die beiden letzten Alben beschränkt, sondern auch ein paar alte Songs mit einstreut. Dieser muss auf jeden Fall sein. "Stolen Life", "The Race" und das mächtige "War Eternal" setzten ihren Weg der Zerstörung fort. Gitarrenduelle durfte man nicht erwarten, dafür exzellentes Riffing von Seiten eines Michael Amott und technische Perfektion von Jeff Loomis. Wieder ein Klassiker, von ihrem "Doomsday Machine" Werk wurde mit "My Apocalypse" von den Fans gefeiert. Frontfrau Alissa zeigte sich sehr kontaktfreudig in Richtung der Zuschauer, diese fraßen ihr praktisch aus der Hand. "Blood In The Water" und das fantastische "You Will Know My Name" folgten. Viel zu oft bleiben neben der starken Frontfrau und ihren beiden Gitarreros, die beiden Männer unerwähnt, die für die Basis eines guten Konzertes sorgen. Da hätten wir den Tieftöner Sharlee D'Angelo und am Schlagzeug Daniel Erlandsson, die beide eine starke Leistung an ihrem Instrument ablieferten.


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Und auch hier wurde wieder ein ältere Song eingebaut, der Rhythmus war eigentlich nicht schlecht, "Bloodstained Cross" ("Chaos Legions"), "The Eagle Flies Alone" ("Will To Power") und "As The Pages Burn" ("War Eternal"). Dabei blieb es nicht, "Intermezzo Liberté" von 2007, inklusive Gitarrensolo von Michael Amott, "Dead Bury Their Dead" von 2001 und noch ein klasse Stück von 2003, mit Namen "We Will Rise". Schöner Oldschool Teil, da wurde es vielen warm ums Herz. Das war es fast schon wieder. Eine gute, durchstrukturierte Show die einfach nur Spaß macht. "Avalanche" und "Snowbound" leiteten das Ende ein. "Nemesis" der finale Song des Abend, bis die obligatorischen Outros eingespielt wurden. Es hat schon seinen Grund, warum ARCH ENEMY so erfolgreich sind und an diesem Abend konnte man es auch sehen und wer es verpasst hat, muss mit der Gewissheit leben, etwas Großartiges verpasst zu heben. Der nächste Punkt ist natürlich, es wurden viele Songs der letzten beiden Platten gespielt. Das lässt natürlich viel Spielraum für die nächsten Touren und vielleicht sehen wir ja noch viele Überraschungen.


Artikel veröffentlicht am 28.01..2018  | Thomas Müller Photo Credits  | Andi Pontanus 

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