BÖDEL – Dödsbringaren

 

ARTIST: Bödel

TITLE: Dödsbringaren

LABEL: DiSTAT Records

RELEASE DATE: 30. Januar 2026

GENRE: Crust Punk / Hardcore / Käng

ORIGIN: Schweden (Skaraborg)

DURATION: 21:31

RATING: 8/10


Dödsbringaren ist ein Debütalbum, das nicht nach einem Debüt klingt. Bödel kommen aus der legendären Punkregion Skaraborg, und genau so wirkt dieses Album: roh, kompromisslos, direkt aus der Erde gezogen, die Wolfbrigade, Asta Kask und Anti Cimex hervorgebracht hat. Die zwölf Songs rasen in knapp 22 Minuten vorbei, aber jeder einzelne trägt die Handschrift einer Band, die genau weiß, was sie will: Attacke, Druck, Haltung.

 

Der Einstieg mit Extremt jävla vansinne ist ein einminütiger Schlag ins Gesicht — ein chaotischer, wütender Auftakt, der sofort klar macht, dass hier keine Zeit verschwendet wird. Domare och bödel zieht die Energie weiter an: ein schneller, schneidender Crust‑Punk‑Track, der die Stimme ins Zentrum rückt und die apokalyptische Ader der Band offenlegt. Döbygd hält das Tempo hoch, wirkt aber düsterer, dichter, wie ein kurzer Blick in die trostlosen Orte, die Bödel besingen.

 

Skarprättare Jansson bringt eine härtere, fast martialische Note ins Album, bevor Korsfäst och dömd die melodische Seite des schwedischen Käng‑Punks aufgreift und mit einer dunklen, verzweifelten Energie verbindet. Der Titeltrack Dödsbringaren ist einer der stärksten Momente des Albums: ein Song, der die apokalyptische Stimmung der Band bündelt und mit einem treibenden, fast hymnischen Kern versieht.

 

Mit Inte ditt jävla val wird das Album wieder direkter, schneller, bissiger. Deprimerad wirkt wie ein kurzer, intensiver Ausbruch innerer Zerrissenheit — ein Song, der trotz seiner Kürze hängen bleibt. 1789 ist ein wütender, unter einer Minute dauernder Aufschrei, bevor Stilla natt, blodiga natt die düstere, fast zynische Seite der Band zeigt. Nio års träning i likgiltighet verbindet Groove und Härte, bevor Ängel af död das Album mit seinem längsten Track beschließt: ein Song, der die Energie der Platte noch einmal bündelt und mit einer fast epischen Note ausklingen lässt.

 

Die Produktion ist rau, druckvoll und bewusst ungeschönt — genau das, was diese Art von Musik braucht. Die Gitarren schneiden, der Bass trägt das Fundament, die Drums treiben unermüdlich, und die Vocals wirken wie ein einziger, ungebändigter Schrei gegen die Welt. Dödsbringaren ist ein Album, das nicht gefallen will, sondern treffen — und das tut es.

 

Fazit: Dödsbringaren ist ein kompromissloses, intensives Debüt, das Bödel als eine der spannendsten neuen Stimmen im schwedischen Crust‑Punk positioniert. Zwölf Songs, die keine Sekunde verschwenden und eine Energie entfesseln, die roh, wütend und absolut authentisch ist.


01.01.2026 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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