Belzebong - The End Is High
ARTIST: Belzebong
TITLE: The End Is High
LABEL: Heavy Psych Sounds
RELEASE DATE: 20. Februar 2026
GENRE: Instrumental Doom / Stoner Doom
ORIGIN: Polen
RATING: 8/10
Nach acht Jahren Pause melden sich Belzebong mit einem Album zurück, das ihren Status im Instrumental‑Doom festigt, ohne die Grundformel zu verändern. The End Is High ist ein Werk, das vollständig auf Atmosphäre, Groove und tonnenschwere Riffs setzt. Die Band bleibt ihrem „low & slow“-Ansatz treu, erweitert ihn aber um progressive Elemente und eine deutlich apokalyptischere Ausrichtung. Der Opener Bong & Chain ist mit fast elf Minuten das Zentrum des Albums. Der Track baut sich langsam auf, arbeitet mit massiven Fuzz‑Wänden und einer klaren, druckvollen Produktion. Belzebong integrieren hier erstmals spürbare Sludge‑ und Prog‑Metal‑Elemente, ohne ihren Kernsound zu verlieren. Die Mischung aus repetitiven Doom‑Grooves und kosmischen Effekten funktioniert, weil die Band das Tempo kontrolliert und die Dynamik präzise setzt. 420 Horsemen ist der direkteste Song des Albums. Kürzer, fokussierter und stärker auf Fuzz‑Attacken ausgelegt, bringt der Track die typische Belzebong‑Signatur auf den Punkt: verzerrte Riffs, psychedelische Effekte und ein klarer, treibender Rhythmus.
Die Produktion lässt die Gitarren breit wirken, ohne die Struktur zu überladen. Mit Hempnotized und Reefer Mortis schließt das Album mit zwei langen, stark psychedelisch gefärbten Stücken. Beide Tracks setzen auf verzerrte, schwebende Melodien und eine dichte Atmosphäre, die zwischen Doom, Space Rock und experimentellen Elementen pendelt. Die Band bleibt instrumental, aber nicht monoton — kleine rhythmische Verschiebungen und Soundeffekte halten die Spannung aufrecht. Die Produktion von Satanic Audio ist klarer und definierter als auf früheren Releases. Die Gitarren stehen massiv im Vordergrund, der Bass trägt das Fundament, und das Schlagzeug bleibt trocken und direkt. Der Sound ist schwer, aber nicht verwaschen — ein Vorteil gegenüber älteren, roheren Belzebong‑Aufnahmen.
Fazit: The End Is High ist ein starkes Comeback und zeigt Belzebong in einer gereiften, aber unverkennbaren Form. Die Band bleibt ihrem Stil treu, erweitert ihn aber um progressive und atmosphärische Elemente, die dem Album Tiefe geben. Für Fans des instrumentalen Doom ist das ein überzeugendes, konsistentes Werk, das die lange Pause sinnvoll nutzt und den typischen Belzebong‑Sound weiterentwickelt.
