Bitter Price – The Orwohaus Tapes
ARTIST: Bitter Price
TITLE: The Orwohaus Tapes
LABEL: Selbstveröffentlichung
RELEASE DATE: 19. Juli 2025
GENRE: Traditional Heavy Metal / US-Metal
LOCATION: Berlin, Deutschland
RUNNING TIME: 19:01 Minuten
RATING: 8/10
Mit The Orwohaus Tapes liefern BITTER PRICE ein Demo ab, das sich wie ein Faustschlag aus der Tiefe des Berliner Undergrounds anfühlt. Vier Songs, aufgenommen zwischen Januar und Juni 2025 im legendären Orwohaus, produziert in Eigenregie, mit dem erklärten Ziel: Es soll nach Session klingen – roh, direkt, ehrlich. „Outer Frontline“ eröffnet mit einem Riff, das sofort klarmacht, worum es hier geht: klassischer Heavy Metal mit US-Prägung, irgendwo zwischen Armored Saint, Savatage und frühem Metal Church. Die Gitarrenarbeit von Danilo Garbe und Marco Vasquez ist tight, melodisch und voller Drive. Paul Hopps Drumming ist präzise, aber nie steril – es atmet, es lebt. Daemorphs Bass legt ein erdiges Fundament, während Alban Shamane mit seiner Stimme zwischen Pathos, Power und Wahnsinn pendelt. „Meadows of Sorrow“ bringt eine düstere Note ins Spiel – ein Song über Verlust und Verzweiflung, getragen von einem Refrain, der sich sofort festsetzt.
„Spellbound“ ist der vielleicht eingängigste Track der EP – hymnisch, treibend, mit einem Refrain, der live funktionieren wird. „Arrival (In Violence)“ schließt das Demo mit epischer Wucht – inklusive Orgelpassage, die dem Song eine sakrale Tiefe verleiht. Die Produktion ist bewusst roh gehalten, aber nie dumpf. Danilo Garbe und Stephan Kern (First Aid, Attacktion) haben einen Sound geschaffen, der nach Raum, Schweiß und Verstärkerröhren klingt. Das Artwork von Ron Schaffer und die Fotografie von Szymon Lesniewski unterstreichen den DIY-Charakter – hier ist nichts kalkuliert, alles ist echt. Die erste und zweite Kassettensammlung sind bereits ausverkauft – ein klares Zeichen für die Szene-Resonanz. Aktuell sucht die Band nach einem Label für Vinyl- und CD-Veröffentlichungen. Erste Gigs sind in Planung, das Debütalbum bereits in Vorbereitung.
Fazit: The Orwohaus Tapes ist ein kompromissloses Demo mit Herz, Haltung und Szenegeist. Bitter Price liefern klassischen Metal mit Berliner Seele – roh, leidenschaftlich und bereit für mehr.
