BLACK SABBITCH - Unrest In The West
ARTIST: Black Sabbitch
TITLE: Unrest in the West
LABEL: Ripple Music
RELEASE DATE: 7. November 2025
GENRE: Heavy Metal / Doom Tribute / Live Ritual
LOCATION: Los Angeles, USA
RUNNING TIME: ca. 50 Minuten
RATING: 8/10
Black Sabbitch – Unrest in the West ist kein gewöhnliches Tribute-Album, sondern ein Manifest, das die Energie der frühen Sabbath-Jahre mit einer eigenen, kompromisslosen Handschrift neu entfacht. Das Quartett aus Los Angeles, längst von Sharon und Ozzy selbst als „the real deal“ anerkannt, hat hier sein erstes offizielles Werk unter eigenem Namen vorgelegt – ein Live-Dokument, aufgenommen in der Hitze der kalifornischen Bühnen, das die Ozzy-Ära nicht nur nachspielt, sondern neu atmen lässt. Die Songs – von „Wheels of Confusion / The Straightener“ über „A National Acrobat“ bis hin zu „Children of the Grave“ und „Into the Void“ – werden nicht museal präsentiert, sondern mit einer Wucht, die den Geist der Siebziger in die Gegenwart katapultiert.
Alice Austin singt nicht, sie beschwört; Emily J. Burton lässt ihre Gitarre wie ein urbanes Gewitter kreischen; Melanie Makaiwi und Angie Scarpa treiben Bass und Drums wie eine Maschine, die niemals stillsteht. Das Album trägt den Titel Unrest in the West zu Recht: Es ist ein Aufruhr, ein Aufstand gegen die Vorstellung, dass Tribute-Bands nur Nostalgie liefern. Hier wird Sabbath nicht konserviert, sondern entfesselt. Die Kritiken aus der Szene – von Echoes and Dust über White Room Reviews bis Musika.be – sind sich einig: Black Sabbitch haben sich mit diesem Album endgültig aus der Ecke der bloßen Hommage befreit und eine eigene Stimme gefunden.
Fazit: Unrest in the West ist ein Live-Ritual, roh und ehrlich, ein Werk, das die Vergangenheit ehrt und zugleich zeigt, dass Sabbath in weiblicher Hand nicht nur überlebt, sondern neu geboren wird. Ein Album, das nicht gefallen will, sondern mit aller Macht gehört werden muss.
