BREATH - Brahman

 

ARTIST: BREATH

TITLE: Brahman

LABEL: Argonauta Records

RELEASE DATE: 24. Oktober 2025

GENRE: Meditative Doom / Spiritual Heavy Ritual

LOCATION: Portland, Oregon, USA

RUNNING TIME: ca. 45 Minuten

RATING: 9/10


Mit Brahman legen BREATH ihr bislang ambitioniertestes Werk vor – ein Album, das die Grenzen des Doom sprengt und sich als spirituelles Ritual entfaltet. Wo andere Bands in der Schwere verharren, öffnen BREATH den Raum: zwischen östlicher Mystik, westlicher Heaviness und einer meditativen Tiefe, die den Hörer in einen tranceartigen Zustand versetzt. „Monastery of the Seven Sages“ eröffnet das Album als sakraler Auftakt – ein Song, der wie ein Tor wirkt, durch das man in eine andere Welt tritt. „Awen“ und „Sanliurfa“ sind hypnotische Reisen, getragen von serpentinenhaften Gitarren, dichten Basslinien und der rhythmischen Kraft von Djembe und Schlagzeug. „Sages“ und „Cedars of Lebanon“ entfalten sich als epische Klanglandschaften – zwischen spiritueller Beschwörung und doomiger Erdenschwere. „Hy-Brasil“ schließt das Album als mythischer Abgesang – ein Song über die Sehnsucht nach dem Verborgenen, das jenseits der Horizonte liegt.

 

Die Produktion ist organisch, warm und zugleich monumental. Rob Wrong (Witch Mountain, The Skull) verleiht den Gitarren zusätzliche Tiefe, Lauren Hatch erweitert mit Keys die kosmische Dimension, TJ Minnich bringt mit der Djembe eine rituelle Erdigkeit ins Spiel. Das Ergebnis ist ein Album, das nicht nur gehört, sondern durchlebt werden muss. BREATH, gegründet von Steven O’Kelly und Ian Caton, haben sich von ihrer Duo-Form zu einem offenen Kollektiv entwickelt. Ihre Wurzeln in Doom und ihre Erfahrungen mit traditioneller indonesischer Gamelan-Musik verleihen Brahman eine Struktur, die weit über westliche Konventionen hinausgeht.

 

Fazit: Brahman ist ein Werk der Transzendenz – schwer wie Stein, fließend wie Wasser, leuchtend wie Feuer. BREATH liefern hier ein Album, das Doom als spirituelle Erfahrung neu definiert und den Hörer in einen Zustand zwischen Meditation und Erschütterung versetzt.