TCOMAS - Trust No Leaders

 

ARTIST: The Chronicles of Manimal and Samara

TITLE: Trust No Leaders

LABEL: Independent

RELEASE DATE: 01.07.2022

GENRE: Rock / Metal

COUNTRY / CITY: Großbritannien / London

RUNNING TIME: 38:44

RATING: 8/10


Die Stilrichtung lässt sich nicht völlig auf Metal reduzieren. Vielmehr vereinen THE CHRONICLES OF MANIMAL AND SAMARA eine Vielzahl verschiedener Stile wie z.B. Metal, Rock und Fusion Rock um nur einige zu nennen. Das ganze wird dann noch mit nicht-westlicher Volks- und klassischen Musiktraditionen garniert. Aus diesem Sammelsurium entsteht ein völlig eigener Sound, sozusagen ein gewisses Markenzeichen der Band. Dies könnt ihr bereits beim gnadenlosen Opener "Human Sacrifice" deutlich hören. Schreddernde Klampfen, einzigartiges Drumming und ein facettenreicher Gesang beider Protagonisten bilden die Kernstücke des Tracks. Doch damit nicht genug. Die Band hat eine düstere Grundstimmung auf das Album gepackt, die sich wie ein roter Faden durch "Trust no Leaders" zieht. Hier sei "The Prophet" erwähnt. "Pound of Flesh" weicht keinen Deut von der oben genannten Grundstimmung ab. Ich würde der metallischen Vielfalt sogar noch Hardcore Elemente hinzufügen. 


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Ganz besonders in diesem Track. "Shaman" bildet eine ruhige Brücke zwischen "Pound of Flesh" und "The Chefs Song". Die donnernden Gitarren tun ihr übriges, um die Schwermütigkeit des Tracks zu unterstützen. Zusammen mit dem Opener einer meiner Lieblingstracks. "The Pied Piper" macht deutlich, dass moderne Elemente auch im relativ klassischem Metal ihre Daseinsberechtigung haben. Da kann ich auch nur aus dem Pressetext zitieren: "Die lyrischen Formen und Gesangsdarbietungen bringen Elemente aus zeitgenössischer Poesie, persischer klassischer Poesie, Theologie, Jungianischer Psychologie und modernem Theater zusammen." Punkt. Denn hier wurde kein 08/15 Songwriting angesetzt. Vielmehr ist dieses Stück ein Wechselbad der Gefühle. Ich muss zugeben, dass ich mir solch eine Nummer schon immer gewünscht habe. 



Das anschliessende "Nothing but Dust" hält die Stimmung weiterhin hoch, eher es wieder richtig zur Sache geht. Zwar ballert der Song nicht so sehr wie die anderen Stücke, er ist Zweifels ohne dennoch sehr wuchtig. Gegen Schluss wird es mit "Smell of Your Rot" noch einmal nachdenklich. Der ruhige Part am Anfang bereitet den Hörer einfühlsam darauf vor, was noch folgen wird. Auch die Keyboards wurden passend "Hypermetamorphosis" und nicht aufdringlich angesetzt, wie auf dem gesamten Album. Mein absoluter Favorit auf dem Album ist jedoch "Scum of the Land", da er eine Art Aufbruchstimmung vermittelt. Die  Melodien und Riffs sind eingängig. Ein überragendes Werk, für das man sich Zeit nehmen muss und dass sich noch lange in meinem Gehörgang festhalten wird. Soviel steht fest. 



TRACKLIST:

Human Sacrifice

The Prophet

Pound of Flesh

Shaman

The Chefs Song

The Pied Piper

Nothing but Dust

Count the Dead

Smell of Your Rot

Hypermetamorphosis

Scum of the Land

 

LINE-UP:

Daphne Ang

Andrea Papi 


29.04.2022 Autor: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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