DEADWOOD – Rituals of a Dying Light
ARTIST: Deadwood
TITLE: Rituals of a Dying Light
LABEL: Innerstrength Records
RELEASE DATE: 9. Januar 2026
GENRE: Deathcore / Death Metal
ORIGIN: Kanada
DURATION: 18:07
RATING: 7/10
Mit Rituals of a Dying Light legen Deadwood eine EP vor, die ihre Mischung aus Death Metal und Hardcore mit klarer Ausrichtung auf moderne Deathcore‑Härte weiter schärft. Die Kanadier setzen auf ein Soundbild, das kompromisslos nach vorne geht: schwere Gitarren, druckvolle Drums und Vocals, die tief, roh und unversöhnlich durch die fünf Tracks schneiden. Die Produktion ist dicht und massiv, ohne die einzelnen Elemente zu verschmieren — ein Klang, der die Aggression der Band klar transportiert. Tales of Massacre eröffnet die EP mit einem direkten Schlag. Die Gitarrenarbeit von Fred Element und Stéphane Filion verbindet groovige Passagen mit abrupten Ausbrüchen, während das Schlagzeug von Charles Etienne Lafrance die nötige Präzision liefert. Heretic baut darauf auf und zeigt die Band in ihrem stärksten Modus: wuchtige Downtempo‑Riffs, klare Breakdowns und ein Zusammenspiel, das trotz Härte strukturiert bleibt.
Mit Thirst for Blood wird das Tempo angezogen, wobei die Vocals von Martin Demontigny hier etwas weniger Durchschlagskraft haben als in den anderen Stücken. Whispers of Death bringt die atmosphärischste Seite der EP hervor: langsamere Gitarrenlinien, ein dunkler Grundton und ein Aufbau, der die Spannung über die gesamte Laufzeit hält. Echoes of the Fallen schließt die EP mit einem kompakten, gut verzahnten Track ab, der alle Stärken der Band bündelt — Groove, Druck und ein klarer Fokus auf Wirkung. Deadwood bleiben stilistisch eng, aber bewusst. Die EP setzt auf rohe Energie, klare Strukturen und eine Atmosphäre, die von historischen und düsteren Themen geprägt ist. Überraschungen gibt es wenige, doch die Band weiß genau, wie sie ihre Werkzeuge einsetzt. Die Kürze des Releases sorgt dafür, dass kein Füllmaterial entsteht, gleichzeitig bleibt Raum für Entwicklung.
Fazit: Rituals of a Dying Light ist eine solide, druckvolle EP, die Deadwood als erfahrene Band zeigt, die ihre Mischung aus Death Metal und Deathcore mit Überzeugung spielt. Fünf Tracks, die auf rohe Energie setzen und Fans moderner Härte zuverlässig abholen. Ein starkes Lebenszeichen, das neugierig auf den nächsten Schritt macht.
