Dieversity - IV
ARTIST: Dieversity
TITLE: IV
LABEL: El Puerto Records
RELEASE DATE: 16. Januar 2026
GENRE: Modern Melodic Metal
LOCATION: Deutschland (Franken)
RUNNING TIME: ca. 45 Minuten
RATING: 9/10
Mit IV schreiben DIEVERSITY das nächste Kapitel ihrer Bandgeschichte. Seit der Gründung 2010 haben die Franken ihren Stil konsequent weiterentwickelt: moderner, melodischer und zugleich aggressiver Metal mit klarer sozialkritischer Haltung. Nach Last Day Tomorrow (2012), ReAwakening (2015) und Age Of Ignorance (2021) ist IV nun das vierte Studioalbum – und zugleich ein Statement für Beständigkeit und Weiterentwicklung. „IV“ eröffnet das Album als melancholisch angehauchtes Intro. „Piece Of Mind“ und „Blame Me“ sind melodische Attacken, die zwischen Eingängigkeit und Härte pendeln; Blame Me nimmt nach dem kraftvollen Auftakt bewusst Tempo heraus. „Animal“ bringt rohe Energie, während „Gears Of Society“ die sozialkritische Seite der Band betont – ein Song über gesellschaftliche Mechanismen, Macht und Unterdrückung, der auch als erste Single samt Video veröffentlicht wurde. Der Kontrast zwischen brachialen und melodischen Parts ist hier besonders prägnant.
„Tyrant“ und „Trees Of Yesterday“ markieren die epischen Höhepunkte: Tyrant schlägt kompromisslos zu, während Trees Of Yesterday mit melodischer, leicht melancholischer Note glänzt. „Short Fuse“ explodiert als aggressiver Ausbruch, „Free“ bringt hymnische Leichtigkeit ins Spiel. „The Hunt“ ist ein treibender Song über Jagd und Kampf, bevor „Phantom Silhouette“ das Album als finsterer Abgesang beschließt – ein Stück über Schatten, Verlust und die Suche nach Wahrheit. Die Produktion ist druckvoll und modern, ohne die organische Wucht der Band zu verlieren. Robin Mattner am Gesang, die Gitarristen Daniel Heß und Olav Langer, Bassist Max Sommerlad und Drummer Dominik Waldorf liefern ein Album, das sowohl live als auch im Studio überzeugt.
FAZIT: IV ist ein kraftvolles, reflektiertes Werk, das DIEVERSITY als Band mit klarer Haltung und musikalischer Vielseitigkeit zeigt. Es vereint rohe Energie, hymnische Melodie und sozialkritische Schärfe zu einem Album, das die Vergangenheit ehrt und zugleich den Weg in die Zukunft weist. Ein Statement aus Franken, das beweist: moderner Metal kann gleichermaßen wütend, nachdenklich und mitreißend sein.
