Elettra Storm - Evertale

Label: Scarlet Records 

Release-Date: 24.10.2025 

Genre: Power Metal / Progressive Metal

Running Time: 44:59 Minuten 

 

Line-up:

Crystal Emiliani – Vocals

Francis D. Mary – Guitar, Vocals

Matteo Antoni – Guitar

Davide Sportiello – Keyboards, Bass

Matteo Norbedo – Drums


Mit „Evertale“ legen Elettra Storm ihr zweites Studioalbum vor – ein Werk, das die Stärken des gefeierten Debüts „Powerlords“ konsequent weiterentwickelt und zugleich neue Facetten offenbart. Die italienische Band, bestehend aus Crystal Emiliani (Vocals), Francis D. Mary (Gitarre, Vocals), Matteo Antoni (Gitarre), Davide Sportiello (Keyboards, Bass) und Matteo Norbedo (Drums), präsentiert neun Tracks, die sich stilistisch zwischen Speed Power Metal, Progressive Metal und symphonischer Erzählkunst bewegen. Der Opener „Endgame“ setzt mit einem rasanten Tempo und komplexer Gitarrenarbeit direkt ein Ausrufezeichen. Die Produktion – gemixt und gemastert von Simone Mularoni (Domination Studio) – ist glasklar und druckvoll, die Vocals von Crystal Emiliani strahlen mit opernhafter Präzision und emotionaler Tiefe. „The Secrets Of The Universe“ bringt eine proggige Note ins Spiel, mit rhythmischen Verschiebungen und sphärischen Keyboardflächen ohne den Power-Metal-Kern zu verlieren.

 

„Hero Among Heroes“ ist ein klassischer Hymnen-Track, getragen von einem majestätischen Refrain und Gitarrenleads, die sich wie ein Fanfarenzug durch das Arrangement ziehen. „Blue Phoenix“ überrascht mit einem dramatischen Aufbau, der sich in einem explosiven Finale entlädt. „Ride The Rainbow“ ist der melodischste Song des Albums – eingängig, aber nie banal, mit einem Refrain, der sofort ins Ohr geht und dort bleibt. „Master Of Fairytales“ ist ein erzählerisches Highlight: Die Lyrics entführen in eine Welt voller Magie und Legenden, musikalisch unterlegt mit orchestralen Synths und einem treibenden Doublebass-Fundament. „One Last Ray Of Light“ bringt eine balladeske Stimmung, getragen von Emilianis gefühlvoller Stimme und einem reduzierten Arrangement, das Raum für Emotionen lässt.

 

„Judgment Time“ gehört zu den härteren Tracks des Albums – hier dominieren zwar keine schnellen Tempi, dafür eine düstere Atmosphäre, die an frühe Blind Guardian erinnert. Der Abschluss „If The Stars Could Cry“ ist ein epischer Ausklang: melancholisch, hymnisch und mit einem orchestralen Finale, das die erzählerische Klammer des Albums schließt. „Evertale“ ist ein Konzeptalbum im Geiste von Michael Endes „Unendlicher Geschichte“ – jedes Stück erzählt eine eigene Episode, lyrisch durchzogen von Themen wie Krieg, Rache, Heldentum und Mysterien. Die technische Versiertheit der Musiker, die klare Produktion und das Artwork von Sheila Franco machen das Album zu einem rundum gelungenen Werk.



11.09.2025 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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