Fäust - Crypts of Eternity
Label: Black Lion Records
Release-Date: 24.10.2025
Genre: Black Metal
Running Time: ca. 37 Minuten
Line-up:
Michaël Hellström – Gitarre, Songwriting, Produktion
„Crypts of Eternity“ markiert einen Wendepunkt in der Diskografie von FÄUST. Nach der EP „At the Dawn of Life Demise“ und der Demo-Kompilation „Night Terror Tapes“ präsentiert die französische Black-Metal-Band nun ihr zweites Full-Length-Album – ein Werk, das in sieben Tracks eine apokalyptische Klangreise entfaltet. Die Produktion von Michaël Hellström (Soulreaper Studio) und das Mastering durch Ronnie Bjornström (Bjornström Sound Studio) sorgen für eine rohe, aber differenzierte Klangästhetik, die das Album in seiner ganzen Tiefe zur Geltung bringt. Der Einstieg „In Tenebris“ ist ein kurzes, atmosphärisches Intro, das mit düsteren Synths und flüsternden Texturen die Bühne für das Kommende bereitet. „To the Fire, To the Death“ explodiert daraufhin mit rasender Geschwindigkeit, blastbeat-getriebenem Drumming und infernalischem Riffing. Hellströms Gitarrenarbeit ist präzise und aggressiv, die Produktion lässt Raum für jede einzelne Schicht des Soundgewitters.
„Night Terror“, die erste Single, ist ein Paradebeispiel für FÄUSTs Fähigkeit, Intensität mit Struktur zu verbinden. Der Song lebt von seinem treibenden Midtempo-Part, der sich in eruptive Ausbrüche steigert. Die Vocals sind hasserfüllt und dennoch verständlich, was dem Stück eine narrative Tiefe verleiht. Der Titeltrack „Crypts of Eternity“ ist ein epischer Höhepunkt: Mit 5:38 Minuten entfaltet sich ein düsteres Klangpanorama, das zwischen melodischen Gitarrenlinien und brutalen Ausbrüchen pendelt. Die Atmosphäre ist dicht, die Songstruktur komplex und dennoch nachvollziehbar. „And Then Blows the Funeral Winds“, ein monumentaler Track mit majestätischem Aufbau. Die Gitarren entfalten sich in epischen Harmonien, während das Drumming zwischen rasender Gewalt und zeremonieller Gravität wechselt. Die zweite Single des Albums zeigt FÄUST auf dem Höhepunkt ihrer kompositorischen Fähigkeiten „In a Ghastly Silence“ ist einer der längsten Tracks des Albums und zugleich einer der eindringlichsten. Über sieben Minuten hinweg baut sich eine klaustrophobische Stimmung auf, getragen von repetitiven Riffs und einem fast rituellen Rhythmus.
Den Abschluss bildet „Sorcery“. Dieser bringt eine okkulte Note ins Spiel – die Gitarren sind dissonanter, die Drums variabler, und die Vocals wirken wie Beschwörungen aus einer anderen Welt – ein würdiger Abschluss für ein Album, das keine Kompromisse kennt. „Crypts of Eternity“ ist ein Werk, das sich tief in die Schatten des Black Metal eingräbt. Es ist technisch versiert, atmosphärisch dicht und lyrisch durchzogen von Tod, Terror und Transzendenz. Das Artwork von Gragoth unterstreicht die apokalyptische Ästhetik und macht das Album auch visuell zu einem Statement.
