Glasgow Kiss - Down In Flames
ARTIST: Glasgow Kiss
TITLE: Down In Flames
LABEL: Eclipse Records
RELEASE DATE: 12. Dezember 2025
GENRE: Hard Rock / Alternative Metal
LOCATION: Bergen, Norwegen
RUNNING TIME: ca. 40 Minuten
RATING: 8/10
Mit Down In Flames veröffentlichen GLASGOW KISS ihr Debütalbum – ein Werk, das von Anfang an auf Kontraste setzt. Die Norweger, die sich zwischen Hard Rock und Alternative Metal bewegen, haben bereits mit der Single Forsaken einen Vorgeschmack gegeben: ein Song über das Gefühl, festzustecken, und die emotionale Reise zwischen Dunkelheit und Hoffnung. Das dazugehörige Video, gedreht von Bård Leite in Bergen, spiegelt diese Dualität visuell wider. Das Album selbst ist geprägt von einer ästhetischen Doppelstruktur: lyrisch werden Themen wie Einsamkeit, Verlust, toxische Beziehungen und innere Kämpfe verhandelt, während die Musik mit kraftvollen Riffs, groovenden Rhythmen und hymnischen Refrains dagegenhält. Die Stimme von Charlotte Marlen Midtun ist dabei das zentrale Element – sie wechselt mühelos zwischen klaren Höhen, rauem Belting und zarten Passagen.
Produziert wurde das Album von der Band selbst, gemischt und gemastert von Peter Michelsen (Rat City, Madelene, Byting) im Norwegian Sound Studio. Die Tracklist zeigt die Spannweite: Destiny eröffnet mit hymnischem Drive, Down In Flames ist der titelgebende Kernsong, On Your Own und The Wall thematisieren Isolation und innere Mauern. One Last Time und Forsaken sind emotionale Höhepunkte, während Those Wasted Years und Put the Blame On Me die Band zwischen Melancholie und Aggression zeigen. Artwork und visuelle Gestaltung stammen von Frode Andreassen und Sveinung Sveen, die auch Teil des Line-ups sind. Mit Daniel Anker-Goli (Gitarre), John Erik Soltvedt (Bass) und Frode Andreassen (Drums) steht die Band geschlossen hinter einem Album, das sowohl roh als auch detailreich wirkt.
Fazit: Down In Flames ist ein Debüt, das sich durch emotionale Ehrlichkeit und musikalische Wucht auszeichnet. Glasgow Kiss beweisen, dass Hard Rock und Alternative Metal nicht nur laut und kraftvoll sein können, sondern auch verletzlich und introspektiv. Ein Album, das Gegensätze vereint und gerade dadurch seine Stärke entfaltet.
