Iron Bones - Poison Riot

 

 

ARTIST: Iron Bones

TITLE: Poison Riot

RELEASE DATE: 19. Februar 2026

GENRE: Heavy Speed Roll

ORIGIN: Chile

RATING: 7/10


Mit Poison Riot legen Iron Bones ein Album vor, das sich bewusst zwischen Death Metal, Speed Metal und rotzigem Rock’n’Roll positioniert. Die Band bezeichnet ihren Stil als Heavy Speed Roll – und genau das bekommt man: schnelle, dreckige Riffs, punkige Energie, ein deutlicher Motörhead‑Einschlag und Vocals, die eher aus dem Bauch als aus dem Hals kommen. Die neun Tracks sind kompakt, direkt und setzen auf rohe Intensität statt technischer Finesse. Der Opener Chaos and Mayhem macht sofort klar, wohin die Reise geht: schnelles Tempo, scharfkantige Riffs und ein Sound, der bewusst unpoliert bleibt. Strigoi (Bringer of Death) ist der stärkste Track des Albums und verbindet Death‑Metal‑Härte mit einem rock’n’rolligen Drive, der an Venom oder frühe Carnivore erinnert. Der Song lebt von seinem treibenden Hauptthema und einem Refrain, der trotz der Rohheit hängen bleibt. Planet Orgy und No Mercy Heavy Attack setzen auf klassischen Speed‑Metal‑Vortrieb, kombiniert mit einer aggressiven, punkigen Attitüde. Die Gitarrenarbeit bleibt simpel, aber effektiv, und die Rhythmussektion treibt die Songs ohne Pause nach vorne.

 

Mujer Mágica ist kürzer, direkter und wirkt wie ein bewusst gesetzter, rotziger Zwischenruf. Mit High on Fullmoon und Loving a Whore bleibt die Band ihrer Linie treu: schnelle, dreckige Riffs, ein klarer Fokus auf Energie und ein Sound, der eher an Proberaum als an Studio erinnert. When You Die… Goodbye! bringt mehr Groove ins Spiel, ohne die Grundausrichtung zu verlassen. Der Abschluss Callejón Oscuro verbindet düstere Atmosphäre mit einem treibenden Rhythmus und rundet das Album mit einem der stärkeren Songs ab. Die Produktion ist roh, laut und bewusst ungeschliffen. Die Gitarren stehen im Vordergrund, der Bass ist präsent, und die Drums wirken direkt und trocken. Der Sound passt zur Ausrichtung der Band und unterstreicht die Mischung aus Speed, Death und Rock’n’Roll‑Dreck.

 

Fazit: Poison Riot ist ein kompromissloses, energiegeladenes Album, das Iron Bones als Band zeigt, die ihre eigene Nische zwischen Death Metal, Speed Metal und Metal‑Punk gefunden hat. Kein komplexes Werk, aber ein ehrlicher, rotziger und treibender Brocken, der Fans von Motörhead, Venom, Carnivore oder Discharge sofort abholen dürfte. Ein starkes Statement einer Band, die ihren Stil klar definiert hat und bereit ist, ihn auf die nächste Ebene zu tragen.



31.01.2026 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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