Jet Jaguar – Severance
Genre: Heavy Metal / Power Metal
Running Time: ca. 45 Minuten
Release: 24. Oktober 2025
Label: Steamhammer/SPV
Herkunft: Mexiko
Line-up:
Raiden Lozenthall (Gesang, Rhythmusgitarre)
Ariyuki Saddler (Leadgitarre)
Jorge “Bori” Ramirez (Bass)
Jimmy Lozano (Schlagzeug)
1. Eternal Light
Ein rasanter Opener mit messerscharfem Riffing und virtuosen Soli. Raiden Lozenthalls Gesang pendelt zwischen melodischer Klarheit und aggressiven Ausbrüchen, während der Text die dunklen Phasen der Bandgeschichte reflektiert. Trotz des Themas bleibt die Grundstimmung hoffnungsvoll – ein musikalischer Lichtstrahl im Sturm. Die Produktion ist druckvoll und transparent, die Gitarrenarbeit präzise und dominant.
2. Mach 10
Ein technisches Meisterstück mit blitzschnellem Doublebass-Drumming und komplexer Struktur. Der Song thematisiert Luftkämpfe und Überlebensinstinkt – musikalisch umgesetzt mit halsbrecherischem Tempo und rhythmischer Raffinesse. Saddlers Soli sind fliegend und scharfkantig, Lozenthalls Gesang kanalisiert Adrenalin und Entschlossenheit. Ein Höhepunkt des Albums in Sachen Geschwindigkeit und Präzision.
3. Hollow Drive (Remix)
Die überarbeitete Version des älteren Tracks bringt mehr Tiefe und klangliche Klarheit. Die Gitarren sind dichter geschichtet, der Bass tritt stärker hervor. Der Remix betont die melodischen Elemente, ohne die ursprüngliche Härte zu verlieren. Ein gelungenes Update, das die kompositorische Reife der Band unterstreicht.
4. Fool’s Paradise
Ein groovender Midtempo-Track mit kritischem Text über politische Verwerfungen. Saddlers Riffing ist rhythmisch und kantig, während Lozenthall zwischen klarem Gesang und harschen Akzenten wechselt. Der Song zeigt eine neue Facette der Band – gesellschaftlich reflektiert und musikalisch vielseitig. Die Produktion lässt Raum für Dynamik und Textverständlichkeit.
5. Severance
Der Titeltrack ist ein emotionaler Kernpunkt des Albums. Die Gitarren sind hymnisch, der Aufbau episch. Der Text handelt von Trennung, Neuanfang und innerer Stärke. Lozenthalls Gesang ist hier besonders ausdrucksstark, die Band spielt mit kontrollierter Wucht. Ein Song, der sowohl musikalisch als auch lyrisch überzeugt.
6. Disposable Minds
Ein aggressiver Track mit sozialkritischem Unterton. Die Riffs sind schneidend, das Schlagzeug treibt unnachgiebig. Der Song wirkt wie ein Aufschrei gegen Gleichgültigkeit und Manipulation. Die Struktur ist kompakt, die Energie ungebremst – ein klassischer Metal-Brecher mit Haltung.
7. Anthropocene
Ein atmosphärischer Song über das Zeitalter des Menschen und seine zerstörerische Kraft. Die Gitarren sind melancholisch, die Melodien fließen organisch. Lozenthalls Gesang ist hier zurückhaltender, fast erzählerisch. Die Band zeigt sich von ihrer nachdenklichen Seite – musikalisch vielschichtig und thematisch relevant.
8. Evil Within (Remix)
Der Remix bringt mehr Klarheit in die Produktion und verstärkt die düstere Atmosphäre. Die Gitarren sind dichter, der Gesang aggressiver. Der Song wirkt wie ein innerer Konflikt, musikalisch ausgetragen mit technischer Präzision und emotionaler Wucht.
9. Call Of The Fight (Bonustrack)
Ein klassischer Metal-Track mit hymnischem Refrain und kämpferischer Botschaft. Die Gitarrenarbeit ist solide, der Song strukturell einfach, aber effektiv. Als Bonusmaterial ein gelungener Zusatz, der die Live-Tauglichkeit der Band unterstreicht.
10. Hunter (Bonustrack)
Ein schneller, direkter Track mit jagender Rhythmik und klarer Gitarrenführung. Der Song wirkt wie ein Epilog – kompromisslos und energiegeladen. Lozenthalls Gesang ist hier besonders roh, die Band spielt mit maximaler Intensität.
Fazit: „Severance“ ist ein kraftvolles, technisch versiertes und emotional vielschichtiges Album, das Jet Jaguar als gereifte, kämpferische Metal-Formation zeigt. Die Produktion von Alex Krull ist druckvoll und klar, das Songwriting abwechslungsreich und fokussiert. Besonders hervorzuheben ist Raiden Lozenthalls Gesangsleistung, die dem Album Tiefe und Ausdruck verleiht.
