KAL-EL - Astral Voyager Vol. 2

 

ARTIST: Kal‑El

TITLE: Astral Voyager Vol. 2

LABEL: Majestic Mountain Records (EU/UK)

RELEASE DATE: 23. März 2026

GENRE: Stoner Rock / Heavy Psych / Doom

HERKUNFT: Stavanger, Norwegen

LÄNGE: ca. 38 Minuten (6 Tracks)  

RATING: 8 von 10


Kal‑El haben sich in den letzten Jahren zu einer der zuverlässigsten Stoner‑Rock‑Größen Skandinaviens entwickelt. Astral Voyager Vol. 2 führt den Weg fort, den Vol. 1 eingeschlagen hat: schwere, basslastige Riffs, psychedelische Weite und ein deutlicher Hang zu erzählerischen Sci‑Fi‑Konzepten. Die Norweger bleiben ihrem Sound treu, wirken aber fokussierter und kompakter als auf früheren Veröffentlichungen. Das Album ist weniger jam‑orientiert, dafür melodischer und klarer strukturiert. Der Einstieg mit Juno zeigt sofort, dass Kal‑El ihre Stärken kennen: ein massiver Groove, warme Fuzz‑Gitarren und Vocals, die zwischen hymnisch und entrückt pendeln. The Nine gehört zu den härteren Momenten des Albums und kombiniert doomige Schwere mit einem treibenden Mittelteil, der an die frühen Dozer erinnert. The Prophecy schlägt eine psychedelischere Richtung ein und lebt von seinen atmosphärischen Gitarrenflächen, ohne an Druck zu verlieren. Der Titeltrack Juggernaut ist der offensichtlichste Hitkandidat: ein wuchtiger, melodischer Stoner‑Rock‑Song mit starkem Refrain und einem Groove, der sofort hängen bleibt. Pan bringt eine etwas düsterere, fast okkulte Note ins Spiel, bevor Asteroid das Album mit einem langen, schwebenden Finale abschließt, das die Stärken der Band noch einmal bündelt: große Riffs, viel Raum, viel Atmosphäre. Die Produktion ist warm, druckvoll und angenehm analog. Die Gitarren stehen fett im Mix, der Bass trägt das Fundament, und die Vocals sind klar, ohne steril zu wirken. Kal‑El setzen weiterhin auf einen Sound, der eher an die goldene Ära des Stoner‑Rock erinnert als an moderne, überkomprimierte Produktionen. Das passt zur Band und verleiht dem Album eine zeitlose Note. Vol. 2 ist kein radikaler Neuanfang, aber ein starkes, selbstbewusstes Album, das die Qualitäten der Norweger auf den Punkt bringt. Die Songs sind kompakter, melodischer und insgesamt zugänglicher als auf manchen früheren Releases. Fans von Lowrider, Dozer, Domkraft oder den frühen Blues‑Funeral‑Veröffentlichungen werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Kal‑El liefern ein weiteres Kapitel ihres Sci‑Fi‑Universums – musikalisch solide, atmosphärisch dicht und mit genug Wiedererkennungswert, um sich im überfüllten Stoner‑Kosmos durchzusetzen.


15.03.2026 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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