Lead Injector - Witching Attack
ARTIST: Lead Injector
TITLE: Witching Attack
LABEL: High Roller Records
RELEASE DATE: 20. Februar 2026
GENRE: Black/Thrash Metal
ORIGIN: Deutschland
RATING: 9/10
Mit Witching Attack legen Lead Injector ihr Debütalbum vor und liefern eine kompromisslose Mischung aus Black‑ und Thrash‑Metal, die sich klar an den frühen 80er‑Extremmetal‑Wurzeln orientiert. Die Dresdner setzen auf rohe Energie, schnelle Riffs, punkige Direktheit und einen Sound, der bewusst unpoliert bleibt. Die zehn Tracks sind kompakt, aggressiv und zeigen eine junge Band, die ihre Einflüsse klar kennt, aber genug Eigenständigkeit besitzt, um Wiedererkennungswert zu erzeugen. Der Opener Siege Upon Heaven startet mit einem klassischen Black/Thrash‑Ansturm: schnelle Riffs, harsche Vocals und ein treibendes Schlagzeug, das den Ton für das gesamte Album setzt. Sacrifice This Bitch bleibt im gleichen Fahrwasser, wirkt aber strukturierter und zeigt die Fähigkeit der Band, eingängige Hook‑Momente inmitten des Chaos zu platzieren. Evil Executioner, der vorab veröffentlichte Track, gehört zu den stärksten Momenten des Albums. Der Song kombiniert rasante Thrash‑Riffs mit einem klaren, aggressiven Refrain und zeigt die Band in ihrer fokussiertesten Form.
Der Titeltrack Witching Attack setzt auf klassischen Speed‑Metal‑Drive, während Chains das Tempo leicht reduziert und mehr Groove ins Spiel bringt.
Mit Angel Destructor und Pest Thrash kehrt die Band zur schnellen, rotzigen Ausrichtung zurück. Beide Stücke sind kurz, direkt und erinnern an frühe Sodom‑ oder Destruction‑Energie, ohne in bloße Kopie abzurutschen. M.C.C.I. wirkt wie ein instrumentales Intermezzo mit deutlichem Thrash‑Fokus, bevor Infinite Force und Nuclear Antichrist das Album mit zwei der härtesten Tracks abschließen. Die Produktion ist roh, laut und bewusst ungeschliffen. Die Gitarren stehen im Vordergrund, der Bass ist präsent, und die Drums wirken direkt und trocken. Der Sound passt zur Ausrichtung der Band und unterstreicht die Mischung aus Speed, Thrash und Black‑Metal‑Dreck.
Fazit: Witching Attack ist ein starkes Debüt, das Lead Injector als junge, hungrige Black/Thrash‑Band zeigt. Die Mischung aus roher Energie, eingängigen Strukturen und klassischer Extrem‑Metal‑Attitüde ergibt ein Album, das Fans von frühen Sodom, Desaster, Aura Noir oder Nifelheim sofort abholen dürfte.
