Leatherhead - Violent Horror Stories
ARTIST: Leatherhead
TITLE: Violent Horror Stories
LABEL: No Remorse Records
RELEASE DATE: 13. Februar 2026
GENRE: Heavy/Speed Metal
ORIGIN: Griechenland
RATING: 8/10
Mit Violent Horror Stories legen Leatherhead ihr zweites Album vor und schärfen ihren Stil zwischen US‑Power Metal, Speed Metal und klassischem Heavy Metal deutlich nach. Die Griechen setzen auf hohes Tempo, melodische Gitarrenarbeit, markante Vocals und eine Produktion, die druckvoll, klar und technisch sauber wirkt. Die acht Tracks sind kompakt, abwechslungsreich und zeigen eine Band, die ihre Einflüsse gezielt bündelt, ohne in bloße Retro‑Kopie abzurutschen. Der Opener V.H.S. liefert sofort die Kernformel des Albums: schnelles Riffing, eine aggressive, leicht schrille Gesangsführung und melodische Leads, die an USPM‑Größen erinnern. Der Song wirkt wie ein bewusst gesetztes Statement und gehört zu den stärksten Momenten der Platte. Summoning the Dead zieht das Tempo weiter an und kombiniert Speed‑Metal‑Drive mit präziser Gitarrenarbeit und einem Refrain, der sich schnell festsetzt. The Visitors verbindet melodische Elemente mit thrashigen Akzenten und zeigt die Band in ihrer technisch stärksten Form. Die Gitarrenarbeit erinnert an eine Mischung aus Agent Steel und frühen Metal Church, während die Rhythmussektion das hohe Tempo souverän trägt.
Children of the Beast bringt eine deutliche Temporeduktion und setzt auf eine balladenhafte Einleitung, bevor der Song in ein kraftvolles Finale übergeht. Mit Incubus kehrt die Band zur aggressiveren Ausrichtung zurück. Der Track kombiniert starke Melodien mit einem Gesang, der an Flotsam and Jetsam erinnert, und gehört zu den Highlights des Albums. Crimson Eyes wirkt klassischer, fast hard‑rockig, bleibt aber klar im Leatherhead‑Stil verankert. Something Evil (This Way Comes) setzt erneut auf Speed und melodische Leads, bevor Dreamcatcher das Album mit einem technisch starken, aber weniger zwingenden Track abschließt. Die Produktion ist klar, druckvoll und legt den Fokus auf Gitarren und Vocals. Die Drums sind präzise, der Bass trägt das Fundament, und die Gitarrenarbeit wirkt sauber und detailreich. Das Mastering von Arthur Rizk verleiht dem Album zusätzliche Schärfe und Durchschlagskraft.
Fazit: Violent Horror Stories ist ein starkes zweites Album, das Leatherhead als gereifte Heavy/Speed‑Metal‑Band zeigt. Die Mischung aus USPM‑Energie, melodischen Leads und klassischer Heavy‑Metal‑Attitüde ergibt ein Werk, das sowohl eingängig als auch kraftvoll ist. Fans von Agent Steel, Metal Church, Riot City oder frühen Overkill werden hier voll auf ihre Kosten kommen.
