Lesbian Bed Death - Satan’s Cellar
ARTIST: Lesbian Bed Death
TITLE: Satan’s Cellar
LABEL: Psychophonic Records
RELEASE DATE: 13. Februar 2026
GENRE: Gothic Punk, Heavy Metal, Horror Rock
ORIGIN: UK
RATING: 8 von 10
Lesbian Bed Death verbinden auf Satan’s Cellar ihre Horror‑Ästhetik mit einem deutlich schwereren, metallischeren Sound als auf den Vorgängern. Als offizieller Soundtrack zum gleichnamigen Horror‑Anthologie‑Film von Gitarrist Dan Peach nutzt das Album die Gelegenheit, stilistisch breiter auszuholen und die Grenzen zwischen Gothic Punk, Heavy Metal und Horror‑Rock weiter zu verwischen. Die Band klingt tighter, wuchtiger und selbstbewusster als je zuvor, was nicht zuletzt an der starken Performance von JJ am Mikro und der druckvollen Gitarrenarbeit von Ali Vicious und Dan Peach liegt. The Midnight Horror Show eröffnet das Album mit einem sofort zündenden Mix aus Horror‑Punk‑Drive und metallischer Schärfe. Divine Parasite schlägt mit seinem industrial‑angehauchten Riffing eine härtere Richtung ein, während Death Row Disco und Bad Energy die eingängigere, tanzbare Seite der Band hervorheben, ohne an Biss zu verlieren. Dark Waters gehört zu den stärksten Momenten des Albums: düster, atmosphärisch, mit einem massiven Refrain, der sich sofort festsetzt.
Cry Me a River of Blood und Time Kills Everything bringen die härtere, fast schon thrashige Seite der Band nach vorne, während Exorsisters und Switchblade Valentine wie geschaffen für die Bühne wirken – schnelle, hymnische Tracks, die live garantiert zünden. Atomic Romance setzt einen unerwartet poppigen, retro‑synthigen Akzent, bevor The Cosmic God with Thirteen Eyes als Bonus‑Track das Album mit einer wilden, fast grotesken Note abschließt. Satan’s Cellar ist ein energiegeladenes, abwechslungsreiches Horror‑Rock‑Album, das sowohl Fans der frühen Gothic‑Punk‑Phase als auch Hörer der neueren, metallischeren Ausrichtung abholt. Die Songs sind kompakt, eingängig und voller Live‑Potenzial – ein starkes Statement einer Band, die ihren Stil konsequent weiterentwickelt, ohne ihre Identität zu verlieren.
