Lords Of Salem - Supersonic Vampire Pussy
ARTIST: Lords Of Salem
TITLE: Supersonic Vampire Pussy
LABEL: Echozone
RELEASE DATE: 6. März 2026
GENRE: Industrial Rock, Gothic Rock, Shock Rock
ORIGIN: Deutschland
RATING: 8 von 10
Lords Of Salem legen mit Supersonic Vampire Pussy ein Debüt vor, das seine Wurzeln nicht versteckt: Industrial‑Groove, Horror‑Ästhetik, Glam‑Dreck und metallische Härte treffen hier aufeinander. Der Opener The Hills Have Eyes setzt sofort den Ton: schwere Gitarren, maschinelle Drums und ein Refrain, der sich schnell festsetzt. Miss Demoness schlägt eine modernere Richtung ein, mit einem Groove, der an deutschsprachige Industrial‑Acts erinnert, ohne deren Ästhetik zu kopieren. Blood Orgy kombiniert aggressiven Einstieg mit einem melodischeren Mittelteil, während German Zombie Attack als schneller, direkter Rocksong funktioniert, der live vermutlich besonders gut zündet. Der Titeltrack Supersonic Vampire Pussy gehört zu den stärksten Momenten des Albums.
Tempo, Refrain und Attitüde greifen perfekt ineinander, und die Band zeigt hier am deutlichsten, wie gut sie Eingängigkeit und Härte verbinden kann. Eternal Love bildet den atmosphärischen Ruhepunkt – ein kurzer, balladesker Einschub, der dem Album Struktur gibt, bevor Summoned Them From Their Graves und 1000 Ways To Die wieder in die härtere Gangart zurückkehren. Carnivore schließt das Album mit einem düsteren, kraftvollen Finale ab, das stilistisch am ehesten an die großen Horror‑Rock‑Ikonen erinnert. Produktion und Sounddesign sind druckvoll, aber nicht überladen. Die Gitarren stehen breit, die Synths setzen Akzente, ohne die Songs zu dominieren, und Postels Stimme trägt die Mischung aus Glam‑Rotzigkeit und Industrial‑Härte überzeugend.
Die Einflüsse – von Rob Zombie über Danzig bis hin zu moderneren Gothic‑Acts – sind klar erkennbar, werden aber nicht 1:1 übernommen, sondern in einen eigenen, rauen Stil übersetzt. Supersonic Vampire Pussy ist kein Konzeptalbum und kein Versuch, das Genre neu zu definieren. Es ist ein lautes, dreckiges, selbstbewusstes Debüt, das genau weiß, was es sein will: Horror‑Rock mit Industrial‑Punch und Glam‑Attitüde. Nicht jeder Song sticht gleichermaßen hervor, aber die Energie stimmt, die Handschrift ist klar, und das Album zeigt eine Band, die bereit ist, ihren Platz zu erkämpfen.
