Monograf – Occultation

 

ARTIST: Monograf

TITLE: Occultation

LABEL: Overhead Productions

RELEASE DATE: 14. November 2025

GENRE: Cinematic Post-Metal / Nordic Folk Noir

LOCATION: Norwegen

RUNNING TIME: ca. 39 Minuten

RATING: 9/10


Mit Occultation legen MONOGRAF ihr zweites Album vor – ein Werk, das sich wie ein post-apokalyptisches Ritual entfaltet: düster, weit, melancholisch. Die norwegische Formation um Komponist Erik Aanonsen verbindet hier Metal-Wurzeln mit skandinavischer Folklore, cineastischer Tiefe und einer Klangsprache, die sich jeder Genregrenze entzieht. „The Prophet“ eröffnet das Album mit brodelnder Spannung – ein Song zwischen Vorahnung und Verzweiflung, getragen von verzerrten Gitarren, orchestraler Dichte und einer Stimme, die mehr beschwört als singt. „Cripplegate“ ist rhythmisch komplexer, mit folkigen Zwischentönen und einer Struktur, die sich wie ein nordischer Winter entfaltet: langsam, kalt, unnachgiebig.

 

„Ashes“ ist der kürzeste, aber vielleicht eindringlichste Track – ein Moment der Stille, der Erinnerung, der Auflösung. „Carrion Seller“ bringt doomige Tiefe und folkloristische Instrumentierung ins Spiel – Nykkelharpa und Fiddle weben sich in die Gitarrenlandschaft wie Geister aus einer anderen Zeit. Der Titeltrack „Occultation“ schließt das Album als monumentales Finale – ein 12-minütiger Abstieg in die Dunkelheit, in dem alles zusammenläuft: Melancholie, Ritual, Klang. Die Produktion von Rhys Marsh (Autumnsongs Recording Studio) und das Mastering von Jeff Mortimer (JM Studios, London) sind klar, tief und organisch – jeder Ton atmet, jeder Hall trägt Bedeutung. Die musikalische Handschrift von Erik Aanonsen – zwischen Antestor, Pål Moddi und Filmscore – verleiht dem Album eine narrative Kraft, die selten ist.

 

Fazit: Occultation ist ein Album für die Schatten – zwischen Folk, Metal und post-cineastischer Weite. MONOGRAF liefern hier ein Werk, das nicht nur gehört, sondern durchlebt werden muss. Ein nordisches Ritual in fünf Akten.



21.10.2025 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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