My Merry Machine - Days Of Doom

Release: 31.10.25

Label: El Puerto Records 

Genre: Modern Metal / Melodic Death Metal

 

 

Line-Up:

Kirsten Zahn-Massing (Vocals)

Markus Visser (Gitarre/Bass)

Tim Schwarz (Drums) 


Mit Days Of Doom veröffentlicht das süddeutsche Trio My Merry Machine – bestehend aus Kirsten Zahn-Massing (Vocals), Markus Visser (Gitarre/Bass) und Tim Schwarz (Drums) – ein sieben Tracks starkes Album, das stilistisch zwischen Modern Metal, Melodic Death Metal und Alternative Metal oszilliert. Die Band, hervorgegangen aus der Formation Bloodflowerz, bringt nicht nur langjährige Studio- und Live-Erfahrung mit, sondern setzt auf vollständige kreative Kontrolle: Songwriting, Produktion, Mix/Mastering, Artwork und Video stammen aus eigener Hand. From Another World: Der Opener beginnt mit einem atmosphärischen Intro, das sich rasch in ein riffgetriebenes Midtempo-Gewitter verwandelt. Die Gitarrenarbeit ist tight und rhythmisch komplex, mit punktierten Achtel-Patterns und modulierten Powerchords. Kirstens Gesang pendelt zwischen klarer Linie und aggressiven Ausbrüchen, wobei die Produktion Raum für Dynamik lässt. Die Drums setzen auf Doublebass-Akzente und synkopierte Snare-Fills, die den Song antreiben. I Will Confess: Ein Song mit hymnischem Charakter, getragen von einem melodischen Refrain, der sich deutlich vom düsteren Versmaterial abhebt. Die Gitarren arbeiten mit harmonisierten Leads und Tremolo-Passagen, die an skandinavischen Melodic Death Metal erinnern.

 

Der Bass ist prominent und liefert eine kontrapunktische Tiefe. Die Lyrics thematisieren laut Band ein inneres Bekenntnis und den Kampf mit der eigenen Wahrheit. God Of Destruction: Der aggressivste Track des Albums: Blastbeats, chromatische Riffs und dissonante Akkordfolgen dominieren das Klangbild. Die Produktion bleibt dabei transparent, was die technische Präzision der Band unterstreicht. Kirstens Vocals sind hier besonders intensiv, mit Growl-Elementen und harschen Screams. Der Song nutzt ein durchgehendes 6/8-Metrum, was ihm eine martialische Rhythmik verleiht.  Monster Inside: Ein introspektiver Track mit Fokus auf Groove und Atmosphäre. Die Gitarren sind leicht verzerrt und mit Delay versehen, was eine post-metallische Klangfarbe erzeugt. Die Drums arbeiten mit Halftime-Patterns und subtilen Ghost Notes. Der Text behandelt die Konfrontation mit dem eigenen Schatten – musikalisch umgesetzt durch einen Wechsel zwischen ruhigen Passagen und eruptiven Ausbrüchen. Until The End: Ein klassischer Metal-Track mit starker Hookline und klarer Songstruktur. Die Gitarrenriffs sind rhythmisch prägnant, mit Wechseln zwischen Downstroke-Chugging und offenen Akkorden. Der Refrain ist melodisch und wird von mehrstimmigem Gesang getragen. Die Bridge enthält ein Gitarrensolo mit modalen Skalen, das technisch versiert und emotional aufgeladen ist.

 

Funeral March: Ein düsterer, fast doomiger Song mit langsamerem Tempo und schweren Gitarren. Die Harmonik basiert auf verminderten Akkorden und Tritonus-Intervallen, was dem Track eine bedrohliche Atmosphäre verleiht. Die Drums setzen auf marschartige Patterns, die dem Titel gerecht werden. Kirstens Gesang ist hier besonders expressiv, mit dramatischem Vibrato und tiefer Tonlage. The Morning After: Hier gelingt My Merry Machine ein kraftvoller Moment der Selbstreflexion – musikalisch wie thematisch. Der Track vereint rohe Energie mit melodischer Tiefe und zeigt, dass die Band nicht nur auf Härte setzt, sondern auch auf Atmosphäre und erzählerische Spannung.  Fazit: Days Of Doom ist ein technisch anspruchsvolles, emotional vielschichtiges Album, das die künstlerische Unabhängigkeit von My Merry Machine eindrucksvoll unter Beweis stellt. Die Band kombiniert musikalische Reife mit stilistischer Vielfalt und liefert ein Werk, das sowohl Genre-Kenner als auch neugierige Hörer überzeugt.


11.09.2025 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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