Paganizer - As Mankind Rots

 

ARTIST: Paganizer

TITLE: As Mankind Rots

LABEL: Xtreem Music

RELEASE DATE: 5. Februar 2026

GENRE: Death Metal

ORIGIN: Schweden

RATING: 9/10


Mit As Mankind Rots liefern Paganizer ihr 14. Studioalbum ab – und Rogga Johansson beweist erneut, warum er seit Jahrzehnten zu den zuverlässigsten und produktivsten Kräften des skandinavischen Death Metals gehört. Die Band agiert seit vier Alben in stabiler Besetzung, und genau das hört man: Das Songwriting ist eingespielt, variabel und trotz aller Brutalität erstaunlich dynamisch. Der Titeltrack As Mankind Rots eröffnet das Album ohne Intro, ohne Vorwarnung, ohne Rücksicht: Blastbeats, fette Riffs, pumpender Bass und Roggas markante Growls. Doch der Eindruck eines reinen Dauerfeuers täuscht. Paganizer setzen konsequent auf Tempowechsel, Breaks und melodische Akzente, die nie an Härte verlieren, aber den Songs Struktur und Wiedererkennungswert geben. Devoured kombiniert groovige Chug‑Riffs mit einer düsteren Atmosphäre und starken Vocal‑Protraktionen. Aftermath Bleeder pendelt zwischen schnellen Attacken und bedrohlich schleichenden Passagen, während Only Maggots mit seinen gallopierenden Riffs und dem Wechselspiel aus Raserei und Midtempo zu den Highlights zählt.

 

Put On Your Gasmask ist kurz, direkt und mit seinen sirenenartigen Effekten ein klarer Aha‑Moment des Albums. A Testament to Madness bringt doomige Schwere ins Spiel und baut sich wie ein monolithischer Block auf, bevor er wieder in brutale Wellen ausbricht. Afterworld punktet mit einem atmosphärischen Solo, und One Way to the Grave setzt mit dem Sound von schaufelnder Erde ein makabres, aber wirkungsvolles Detail. Der Abschluss Vanans Makt fällt aus dem Rahmen: schreddernde Gitarren, punkige Energie und Gastvocals von Bulten (Lastkaj 14), die einen spannenden Kontrast zu Roggas Growls bilden. Ein mutiger, aber gelungener Abschluss, der zeigt, dass Paganizer trotz Old‑School‑DNA nicht stehen bleiben. Die Produktion von Ronnie Björnström ist druckvoll, klar und massiv, ohne den organischen Charakter zu verlieren. Die Gitarren schneiden, der Bass trägt, die Drums hämmern – und Roggas Stimme sitzt perfekt im Mix.

 

Fazit: As Mankind Rots ist ein brutales, finsteres und erstaunlich abwechslungsreiches Death‑Metal‑Album, das Paganizer in Bestform zeigt. Die Band verbindet Old‑School‑Härte mit modernem Punch, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen. Ein Werk voller Seele, Fäulnis und kompromissloser Energie – und eines der stärksten Paganizer‑Alben der letzten Jahre.



31.01.2026 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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