Precious Blood - False Prophets

Genre: Blackened Caribbean Doom

Herkunft: New York City, USA 

Release: 29. Oktober 2025 

Label: Eigenproduktion 

Running Time: ca. 33 Minuten 

 

Line-up: 

AJ (Gitarre, Gesang)

Dave Kramer (Bass, Gesang)

Grace Perez (Drums, Gesang)


Mit False Prophets veröffentlicht das New Yorker Doom-Trio PRECIOUS BLOOD am 29. Oktober 2025 sein Debütalbum – ein Werk, das sich stilistisch zwischen Doom, Thrash und tribalistisch geprägtem Blackened Metal bewegt. Die Band, gegründet 2024, besteht aus AJ (Jesus Knevil, Snake Canyon) an Gitarre und Gesang, Dave Kramer (Blood Feast, Suaka, Stanley) am Bass und Grace Perez (The Wickedexorcist) am Schlagzeug. Alle drei sind erfahrene Veteranen der NYC-Underground-Szene und bringen ihre musikalische Vergangenheit in ein Projekt ein, das sich bewusst abseits gängiger Genregrenzen bewegt. Der Opener „False Prophets“ ist ein kompromissloser Einstieg: kurze Spielzeit, aber maximale Wucht. Die Gitarren sind tief gestimmt, die Riffs schwer und rhythmisch präzise, während AJ’s Gesang zwischen rauem Doom-Timbre und kraftvoll aufgeladenen Passagen pendelt.

 

„Bludgeoned & Charred“ entfaltet seine Wucht nicht über Groove, sondern über rituelle Percussion und eine tonnenschwere Doom-Ästhetik, die thematisch tief in kolonialer Gewalt und spiritueller Zerrüttung wurzelt. „Footsteps of Babylon“ ist ein atmosphärischer Höhepunkt, der lyrisch die koloniale Vergangenheit reflektiert und musikalisch mit hypnotischen Rhythmen und düsterem Bassspiel überzeugt. „Shadow of the Cross“ bringt eine fast sakrale Dissonanz ins Spiel, mit langsamen, schleppenden Passagen und eruptiven Breaks. „Cemetery Burn“ ist ein klassischer Doom-Track mit Horrorfilm-Ästhetik und okkultem Flair. „Old Man Abbadon“ entfaltet sich als epischer Monolith: langsamer Aufbau, tribalistische Drums, psychedelische Gitarrenflächen und ein intensiver Mittelteil, der in ein chaotisches Finale mündet.

 

„El Muerte“ bringt lateinamerikanische Motive ins Spiel, sowohl textlich als auch rhythmisch, und „Whore’s Grave“ schließt das Album mit einem düsteren, fast rituellen Stück ab, das in seiner Länge und Struktur an klassische Funeral-Doom-Kompositionen erinnert. Die Running Time liegt bei ca. 33 Minuten. Produziert wurde das Album von Joe Hogan und der Band selbst, aufgenommen in den Captain’s Cove Catskills Studios. Das Mastering übernahm AJ Tissian (The Wave Lab). Das Artwork stammt von Mia, das Layout von der Band selbst. Die Produktion ist roh, aber druckvoll – passend zur musikalischen Ausrichtung.


11.09.2025 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

Facebook - Instagram - Email