RED VINTER – Lumbering Menace
Label: Runemaster Records
Genre: Death-Doom
Spielzeit: ca. 40 Min
VÖ: 11.07.2025
Line-up:
Mike Bullock (Gesang/Bass)
Dylan Jones & James LeBrasseur (Gitarren)
James Achilles (Schlagzeug)
Mit „Lumbering Menace“ liefern RED VINTER aus Minnesota ein Debütalbum, das sich wie ein tonnenschwerer Panzer durch die Gehörgänge wälzt. Die Band, die bereits mit ihrer Demo „We Built Our Own Death Machine“ und der EP „Into the Deep“ auf sich aufmerksam machte, präsentiert hier sieben Songs voller doomiger Riffs, schleppender Rhythmen und einer Atmosphäre, die irgendwo zwischen WINTER, CELTIC FROST und GODFLESH oszilliert.
Der Opener und Titeltrack ‚Lumbering Menace‘ startet mit einem über sechs Minuten langen Doom-Monolithen, dessen Hauptgitarrenriff so schwer und wuchtig daherkommt, als würde es direkt aus den Tiefen eines Lavastroms emporsteigen. Mike Bullocks Bass bringt eine dröhnende Tiefe, während seine Vocals sich von gesprochenen Passagen zu kehligem Growling steigern. Besonders hervorzuheben ist der Grind-Riff gegen Ende, der an SKIN CHAMBER erinnert und dem Song eine industrielle Note verleiht.
„Lungblood“ beginnt als langsamer Aufbau mit isolierter Gitarre und Bass-Slide, bevor sich ein GODFLESH-artiger Rhythmus entfaltet. Die Drums sind stampfend, die Atmosphäre düster und mechanisch. Der Song erinnert stark an das Album „Pure“ von GODFLESH und bietet eine Mischung aus Bounciness und Brutalität.
Das Finale „Escape Velocity“ ist ein epischer Marsch mit donnernden Drums, doomigem Riffing und einem Wechselspiel aus Härte und Ruhe. Die Komposition wirkt wie ein musikalischer Angriff, der sich immer wieder neu formiert und zuschlägt.
„Lumbering Menace“ ist kein Album für zarte Gemüter – es ist eine kompromisslose, schwere und kreative Death-Doom-Erfahrung. Wer auf langsame, zerstörerische Klanglandschaften steht, sollte sich dieses Werk nicht entgehen lassen.
