Rezension: RivetSkull – Absence of Time
Genre: Traditional Heavy Metal / Hard Rock Running Time: ca. 34 Minuten
Release: 10. September 2025
Label: RivetSkull (Independent)
Herkunft: Seattle, USA
Line-up:
Chad McMurray (Gesang)
Mark Plog (Gitarre)
Johnny Massey (Bass)
Michael Robson (Drums)
1. Hellbound (03:48)
Ein klassischer Opener mit deutlicher Judas-Priest-Schlagseite. Die Gitarrenarbeit von Plog ist kantig und treibend, während McMurray mit klarer, kraftvoller Stimme die Bühne betritt. Der Song wirkt wie ein Aufbruch – roh, direkt und voller Energie. Die Produktion ist warm und analog, was dem Oldschool-Charakter zugutekommt.
2. Isolation (04:36)
Der stärkste Track des Albums: majestätisch, melodisch und mit einem Refrain, der hängen bleibt. Die Rhythmussektion liefert ein solides Fundament, während McMurray seine stimmliche Bandbreite ausspielt. Die Melodieführung erinnert an Wings of Steel, ohne in Nostalgie zu verfallen. Ein klarer Anspieltipp.
3. Not Gonna Run (03:54)
Ein Hard-Rock-lastiger Song mit groovendem Riff und kämpferischer Botschaft. Die Gitarren sind rhythmisch dominant, der Gesang entschlossen. Der Song wirkt wie ein musikalisches Statement gegen Resignation – direkt, aber nicht plump.
4. My Darkest Hour (04:21)
Ein düsterer, introspektiver Track mit langsamerem Tempo und emotionaler Tiefe. McMurray glänzt hier mit kontrollierter Dramatik, während Plog ein melancholisches Solo liefert. Die Atmosphäre ist dicht, der Song wirkt wie ein innerer Monolog.
5. Eyes of a Fallen Angel (04:20)
Ein melodischer Höhepunkt mit starkem Chorus und eleganter Gitarrenarbeit. Die Keyboards sind subtil eingesetzt und verleihen dem Song eine sakrale Note. Der Text evoziert Bilder von Verlust und Erlösung – musikalisch umgesetzt mit epischer Breite.
6. The King is Dead (04:15)
Ein klassischer Metal-Track mit erzählerischem Ton. Die Gitarren sind dominant, der Refrain hymnisch. Der Song wirkt wie ein Abgesang auf Macht und Hybris – kraftvoll und fokussiert.
7. Swimming in Mortality (03:24)
Ein schnellerer Track mit punkiger Energie und direkter Struktur. Die Band zeigt hier ihre rohe Seite – kompromisslos und ungeschönt. Der Song wirkt wie ein musikalischer Tritt gegen die Vergänglichkeit.
8. Time Will Tell (03:14)
Der Abschluss ist kurz, aber prägnant. Die Gitarren sind melodisch, der Gesang reflektierend. Der Song wirkt wie ein letzter Blick zurück – versöhnlich, aber nicht resigniert.
Fazit: Absence of Time ist ein solides, klassisch geprägtes Heavy-Metal-Album mit starken Vocals, klarer Produktion und ehrlicher Haltung. Besonders hervorzuheben ist Chad McMurray, dessen Stimme zwischen Dio-Spirit und eigener Ausdruckskraft pendelt. Die Band bleibt ihren Wurzeln treu, ohne sich in Retro-Romantik zu verlieren.
