Semper Acerbus - Following Omens
ARTIST: Semper Acerbus
TITLE: Following Omens
LABEL: Eclipse Records
RELEASE DATE: 9. Januar 2026
GENRE: Metalcore
ORIGIN: USA (Del Rio, Texas)
RATING: 8/10
Mit Following Omens legen Semper Acerbus ihr drittes Album vor – ein Werk, das die texanische Band hörbar weiter nach vorne bringt und gleichzeitig klar zeigt, wo ihre Stärken liegen: wuchtige Breakdowns, melodische Refrains, moderne Produktion und ein Sound, der sich zwischen aggressivem Metalcore und atmosphärischen Momenten bewegt. Die Produktion von Chris Mora sorgt für einen druckvollen, klaren Klang, der sowohl die Härte als auch die melodischen Elemente sauber trägt. Der Opener Suffering Awaits setzt sofort ein Zeichen. Der Track verbindet einen schweren, modernen Metalcore‑Groove mit melodischen Leads und einem Refrain, der sich schnell festsetzt. Die Band arbeitet hier mit einem klaren Wechselspiel aus Härte und Melodie, ohne in überproduzierte Klischees abzurutschen. Der Song wirkt wie ein natürlicher Fokus‑Track: direkt, eingängig und mit genug Biss, um hängen zu bleiben. Unwanted bleibt aggressiv, aber rhythmisch kompakter. Die Gitarrenarbeit ist präzise, die Drums treiben, und der Song lebt von seiner klaren Struktur.
One Day At A Time öffnet das Album in eine emotionalere Richtung. Der Track arbeitet stärker mit melodischen Vocals, ohne die Grundhärte zu verlieren. Die Band zeigt hier, dass sie auch im Midtempo Druck erzeugen kann. The Gallows bringt wieder mehr Energie ins Album. Der Song wirkt wie ein klassischer Metalcore‑Live‑Track: direkt, rhythmisch klar, mit einem Breakdown, der auf den Punkt kommt. Alluring Vendetta ist mit einer Minute ein kurzer Übergang, der atmosphärisch funktioniert, aber eher als Interlude dient. Mit Archangel folgt einer der härtesten Momente des Albums. Der Track verbindet moderne Metalcore‑Elemente mit einer fast hymnischen Note, ohne kitschig zu wirken. Wounded bleibt im Midtempo, wirkt aber emotional dichter und stärker auf die Vocals fokussiert. Torn Inside gehört zu den stärksten Songs der Platte. Der Track kombiniert Härte, Melodie und eine klare, eingängige Struktur.
Die Band wirkt hier besonders fokussiert, und die Produktion trägt die Dynamik sehr gut. District Coward schließt das Album mit einem Song ab, der rhythmisch härter und aggressiver wirkt. Der Track bringt die rohe Seite der Band noch einmal nach vorne und rundet das Album mit einem klaren Statement ab. Die Produktion von Chris Mora ist modern, druckvoll und sauber. Die Gitarren stehen klar im Raum, die Drums wirken präzise, und die Vocals sitzen sauber im Mix. Das Album klingt professionell, ohne steril zu wirken. Die Cover‑Art von Federico Bossinga passt atmosphärisch gut zum Sound: düster, modern, leicht okkult.
Fazit: Following Omens ist ein solides, druckvolles Metalcore‑Album, das Semper Acerbus als Band zeigt, die ihre Stärken kennt und konsequent ausspielt. Neun Songs, die zwischen Härte, Melodie und moderner Produktion pendeln, ohne sich zu verzetteln. Kein revolutionäres Werk, aber ein starkes, gut produziertes Album, das Fans moderner Metalcore‑Schule zuverlässig abholt.
