SEPULCHRAL – Beneath The Shroud

 

ARTIST: Sepulchral

TITLE: Beneath The Shroud

LABEL: Soulseller Records

RELEASE DATE: 5. Dezember 2025

GENRE: Old School Death Metal

LOCATION: Bilbao, Spanien (Basque Country)

RUNNING TIME: 43:05 Minuten

RATING: 8/10


Mit Beneath The Shroud legen die baskischen Death‑Metaller SEPULCHRAL ihr zweites Album vor, ein Werk von 43 Minuten, das wie ein Grabmal aus rostigem Eisen und fauligem Stein wirkt. Schon der Opener A Pact Written In Bone Dust klingt wie ein Ritual, knochentrocken und voller Verwesungsgeruch, bevor der Titeltrack Beneath The Shroud mit langsamen, fauligen Aufbauten und Stimmen aus der Gruft die Atmosphäre verdichtet. Abandoned Feretrum marschiert durch verlassene Katakomben, die Gitarren klirren wie rostige Ketten, während Conflagration Of Sacred Bones ein infernalisches Feuer entfacht, das in Blastbeats lodert.

 

Mit Torchless Crossroads, der vorab veröffentlichten Single, zeigt die Band ihre ganze Stärke in einem Midtempo‑Stampfer, der Groove und Finsternis vereint. Die zweite Hälfte des Albums bleibt ebenso kompromisslos. Cloaked Spectres beschwört gespenstische Stimmen über ein Fundament aus Bass und Drums, From The Crypt, The Putrid Mist ist ein dichter Nebel aus Leichengestank, der den Hörer umschließt, und Blood, Phlegm, Black Bile bringt die Körperlichkeit des Todes ins Spiel, schleppend und krankhaft. Mit Gravestone Covenant wirkt die Musik wie ein Schwur unter Grabsteinen, hymnisch und dennoch verrottet, bevor Poison Wind wie ein giftiger Sturm durch die Songs fegt.

 

Das Finale Lost In The Ruins lässt den Hörer in den Trümmern zurück, ein letzter Abstieg in die Dunkelheit. Die Band – Dusk am Bass und Gesang, Gaueko an den Vocals, Gorka an Gitarre und Drums sowie Gastsoli von Pestilence Breeder – liefert ein Album, das keine Kompromisse kennt. Die Produktion von Gorka Pérez ist roh und faulig, aber präzise, jedes Instrument hat Raum, jede Stimme hallt nach. Beneath The Shroud ist damit mehr als nur ein Death‑Metal‑Album. Es ist ein Grab, das sich öffnet, ein Manifest des Todes, das die Szene mit fauliger Energie erfüllt und SEPULCHRAL endgültig als Stimme des verrotteten, rostigen Death Metal etabliert.

 

FAZIT: Dieses zweite Album ist kein Versuch, Death Metal neu zu erfinden, sondern ihn in seiner fauligen, rostigen Urform zu beschwören. Elf Songs, die wie Grabkammern klingen, öffnen sich nacheinander und lassen den Hörer durch Nebel, Knochenstaub und verfallene Mauern wandern. Die Produktion ist roh und unverfälscht, die Stimmen hallen wie aus der Gruft, die Gitarren schneiden wie rostige Klingen. Beneath The Shroud ist ein kompromissloses Manifest des Todes, ein Werk, das die Essenz von Old School Death Metal einfängt und SEPULCHRAL endgültig als Stimme des Verfalls etabliert.


26.11.2025 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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