St. Unholyness – Through High Holy Haze

 

ARTIST: St. Unholyness

TITLE: Through High Holy Haze

LABEL: Self‑Released

RELEASE DATE: 25. Dezember 2025

GENRE: Chromed Stoner Doom / Blues Rock

LOCATION: Pfarrkirchen, Deutschland

RUNNING TIME: ca. 46 Minuten

RATING: 8/10


Mit Through High Holy Haze legt St. Unholyness ihr lange erwartetes Debüt vor – ein Album, das die rohe Schwere des Stoner Doom mit bluesigem Swagger und der Intensität von Black Metal verbindet. Christina Earlymorn, Gründerin, Gitarristin, Sängerin und Produzentin, hat hier ein zutiefst persönliches Werk geschaffen, das Überleben, Empowerment und Resilienz in acht Songs verdichtet. Unterstützt von Mac Carrigan am Bass, ist das Album ein kompromissloses DIY‑Manifest, von der Aufnahme bis zum Artwork vollständig selbst gestaltet. Heaven’s Harem eröffnet als kurzer, fast ritueller Auftakt, ein hymnisches Intro, das die Bühne bereitet. Der Titeltrack Through High Holy Haze entfaltet sich über sechseinhalb Minuten als schwerer Trip aus Doom‑Riffs, psychedelischen Jams und plötzlichen Black‑Metal‑Explosionen.

 

Dampflok des Todes rollt wie eine Lokomotive aus Stahl, ein Song, der deutsche Schwere mit metallischem Groove verbindet. Mit Black Tooth Brothers zollt die Band den Abbott Brothers Tribut – ein Stück voller Whiskey‑Riffs und Pantera‑Geist, das die Brücke zwischen Stoner‑Doom und Thrash schlägt. Das epische Zentrum bildet Alchemist Blues, über neun Minuten lang ein Wechselspiel aus Doom‑Schwere und bluesiger Melancholie, ein Song, der die Transformation des Schmerzes in Klang inszeniert. Hate Response ist der aggressive Gegenpol, ein Ausbruch von Wut und kathartischer Energie.

 

Loud and Proud bringt die Hymne des Albums, ein Song über Selbstbehauptung und Stärke, bevor St. Unholyness als Finale die Essenz des Projekts bündelt: roh, persönlich, kompromisslos, ein Manifest der Unabhängigkeit. Die Produktion ist bewusst ungeschliffen, HM‑2‑gesättigte Gitarren mischen schwedischen Death‑Metal‑Biss mit Stoner‑Doom‑Schwere. Jeder Ton trägt die Handschrift von Christina, jede Spur ist DIY bis ins letzte Detail. Das Artwork verstärkt die Aura des Albums und macht es zu einem vollständig unabhängigen künstlerischen Statement.

 

Fazit: Through High Holy Haze ist ein Debüt, das keine Kompromisse kennt. St. Unholyness verwandeln persönliche Narben in Riffs, verbinden Doom, Blues und Black Metal zu einem Sound, der ebenso intim wie kompromisslos ist. Es ist ein Album über Überleben und Selbstermächtigung, ein Werk, das die Stärke des Hörers spiegelt und die deutsche Underground‑Szene um ein kraftvolles Manifest bereichert.



26.11.2025 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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