ARTIST: STELLVRIS

TITLE: Shatter and Bloom

LABEL: Self-Release

RELEASE DATE: 7. November 2025

GENRE: Modern Metal / Metalcore / Nu-Metal

LOCATION: Prag, Tschechien

RUNNING TIME: 18:27 Minuten

RATING: 8/10


STELLVRIS melden sich mit Shatter and Bloom zurück – einem kompakten, aber intensiven Fünf-Track-Manifest, das Schmerz in Kraft verwandelt. Schon der Titeltrack „Shatter and Bloom“ entfaltet eine explosive Mischung aus elektronischen Texturen, brutalen Breakdowns und einem Refrain, der sich wie ein Befreiungsschrei über die Trümmer legt. Die Botschaft: Zerstörung ist nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Echtem. „Silence After Violence“ kanalisiert gesellschaftliche Wut in musikalische Energie – ein Song, der wie ein Spiegel wirkt und gleichzeitig zum Handeln aufruft. Die Band bleibt dabei stets melodisch, ohne an Härte zu verlieren. „Monster“ ist das emotionale Zentrum der EP: ein Track über toxische Beziehungen, der zwischen Verletzlichkeit und eruptiver Befreiung pendelt. Nicol Hofman wechselt mühelos zwischen cleanen und harschen Vocals und verleiht dem Song eine fast kathartische Tiefe.

 

„Time’s Up“ kritisiert die digitale Entfremdung mit messerscharfer Direktheit. Der Track ist rhythmisch komplex, lyrisch pointiert und musikalisch kompromisslos – ein Weckruf für alle, die sich hinter Likes und Posts verstecken. Den Abschluss bildet „Starships“, eine Metal-Reinterpretation des Nicki-Minaj-Hits, die überraschend gut funktioniert: sommerlich, verspielt, aber mit metallischer Wucht und einem Augenzwinkern. Produziert von Christoph Wieczorek (Sawdust Recordings), klingt die EP druckvoll und modern, ohne überproduziert zu wirken. Die Band hat ihren Sound weiterentwickelt – mehr Elektronik, mehr Melodie, aber auch mehr Mut zur Ehrlichkeit. Das Artwork von František Jelen rundet das Gesamtbild visuell ab.

 

Fazit: Shatter and Bloom ist ein kraftvolles Statement zwischen Zerstörung und Wiedergeburt – modern, emotional und kompromisslos. STELLVRIS beweisen, dass Schmerz nicht nur schreien, sondern auch heilen kann.



22.10.2025 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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