ARTIST: Steve Morse Band
TITLE: Triangulation
LABEL: Music Theories Recordings
RELEASE DATE: 14. November 2025
GENRE: Instrumental Rock / Fusion / Progressive
LOCATION: USA
RUNNING TIME: ca. 42 Minuten
RATING: 9/10
Mit Triangulation kehrt Steve Morse nach Jahren der persönlichen Rückschläge und kreativen Stille zurück – und liefert ein Album, das nicht nur musikalisch brilliert, sondern auch emotional tief berührt. Schon der Opener „Break Through“ setzt ein positives Signal: ein Gitarrenriff, das sich öffnet wie ein Fenster, getragen von einem melodischen Basslauf, der die Richtung vorgibt. Morse, LaRue und Romaine agieren als eingespieltes Trio, das sich gegenseitig inspiriert und antreibt. „Off the Cuff“ und „The Unexpected“ zeigen Morse in seinem Element – virtuos, aber nie selbstverliebt. Die Kompositionen sind komplex, aber zugänglich, voller rhythmischer Finessen und harmonischer Tiefe. „TexUS“ mit Eric Johnson ist ein Highlight: majestätisch, warm und voller Southern-Flair, während „Triangulation“ mit John Petrucci eine progressive Klangreise entfaltet, die Technik und Gefühl perfekt vereint.
„March of the Nomads“ und „Ice Breaker“ bringen funkige und bluesige Elemente ins Spiel, bevor „Tumeni Partz“ mit Morse-typischer Fingerfertigkeit und melodischer Präzision glänzt. Der emotionale Höhepunkt folgt zum Schluss: „Taken by an Angel“, eine Hommage an Steves verstorbene Frau Janine, ist ein zutiefst berührender Track, getragen von Kevin Morse am Piano. Hier wird Musik zum Trauerritual, zur Erinnerung, zur Heilung. Die Produktion ist glasklar, jedes Detail hörbar, jede Nuance spürbar. Die Gäste fügen sich organisch ein, ohne den Fluss zu stören. Triangulation ist kein bloßes Gitarrenalbum – es ist ein musikalisches Tagebuch, eine Reise durch Schmerz, Reflexion und Wiedergeburt.
Fazit: Triangulation ist ein Meisterwerk der instrumentalen Erzählkunst – virtuos, ehrlich und zutiefst menschlich. Steve Morse zeigt, dass Musik nicht nur Technik, sondern auch Trost sein kann.
