ARTIST: Suffering
TITLE: Things Seen But Always Hidden
LABEL: Apocalyptic Witchcraft
RELEASE DATE: 28. November 2025
GENRE: Occult Black Metal / Doom
LOCATION: West Midlands, UK
RUNNING TIME: ca. 47 Minuten
RATING: 9/10
Mit Things Seen But Always Hidden entfesseln SUFFERING ein okkultes Klangritual, das sich wie ein Fiebertraum durch die Gehörgänge windet. Schon der Opener „The House With The Red Door“ zieht den Hörer in eine Welt aus Dämmerung und Dissonanz – ein Ort, der nicht gefunden werden kann, aber nie verlassen wurde. Die Musik ist kein bloßes Genreprodukt, sondern eine Beschwörung: Doom-lastige Riffs, geisterhafte Texturen und eine Stimme, die wie aus einem anderen Reich zu sprechen scheint. „Enthralled“ und „The Chamber Of Breathtaking Delights“ steigern die Atmosphäre ins Unermessliche – zwischen Ekstase und Verfall, zwischen Ritual und Raserei. Die Songs fließen ineinander, als wären sie Teil eines einzigen, ununterbrochenen Beschwörungsprozesses. „Consorting With The Devil“ ist ein musikalischer Pakt, düster und erdrückend, während „Apocrypha Through The Keyhole“ mit rostiger Klangfarbe und blutgetränkter Lyrik eine fast greifbare Atmosphäre erzeugt.
„Hell On Earth / New Eden“ und „Behind The Green Door“ bilden das finale Kapitel dieser Reise – monolithisch, rituell, mit einem Rhythmus, der wie ein Marsch in die Verdammnis wirkt. Die Produktion ist roh, aber durchdringend, die Instrumentierung bewusst ungeschliffen, um die okkulte Tiefe nicht zu glätten. SUFFERING spielen nicht Musik – sie rufen etwas herbei. Die Texte sind poetisch und verstörend zugleich, voller Andeutungen, die sich wie Schatten an die Wand werfen. Die Band hat sich seit ihrem Debüt 11 und den EPs Temen-Ni-Gru und Symphonies: Diabolis hörbar weiterentwickelt – nicht in Richtung Klarheit, sondern in Richtung Tiefe. Things Seen But Always Hidden ist ihr bisher stärkstes Werk, ein Album, das nicht gehört, sondern durchlebt werden muss.
Fazit: Things Seen But Always Hidden ist ein okkultes Meisterwerk – verstörend, rituell und kompromisslos. SUFFERING führen den Hörer durch eine Klanglandschaft, die jenseits von Licht und Verstand liegt. Wer diesen Pfad betritt, kehrt nicht zurück.
