Supralunar - Dead Come To Dance

 

ARTIST: Supralunar

TITLE: Dead Come To Dance

LABEL: Supralunatic Records

RELEASE DATE: 6. Februar 2026

GENRE: Hard Rock

ORIGIN: Schweden

RATING: 8 von 10


Mit Dead Come To Dance veröffentlichen Supralunar ihr drittes Album und zugleich ihr bisher vielseitigstes Werk. Die Band aus Stockholm verbindet klassischen Hard Rock mit moderner Produktion, theatralischer Energie und einer deutlichen Erweiterung ihres stilistischen Spektrums. Die Platte wirkt größer, dramatischer und zugleich detailverliebter als alles, was die Band zuvor veröffentlicht hat. Der Opener Bit By The Bug zeigt sofort, wohin die Reise geht. Der Song ist melodisch, kraftvoll und erinnert an die goldene Ära des siebziger Jahre Rock, ohne nostalgisch zu wirken. Dead Come To Dance selbst schlägt in eine ähnliche Kerbe und bringt eine Mischung aus klassischem Rock, leichtem Funk und einem Groove, der sofort hängen bleibt. Whispers In The Wind gehört zu den stärksten Momenten des Albums.

 

Der Song arbeitet mit einem warmen, leicht melancholischen Klangbild, das an Deep Purple erinnert. Die Melodie entfaltet sich organisch und zeigt die große Stärke der Band: eingängige, aber niemals banale Songstrukturen. Leviathan bringt einen deutlichen stilistischen Wechsel. Der Song wirkt wie eine Hommage an Dio, kraftvoll, episch und getragen von einer starken Gesangsleistung. Maybe Tomorrow mischt Blues, klassischen Rock und viel Melodie, während Picture In Your Head spielerisch mit Elementen der sechziger Jahre arbeitet und zeigt, wie sehr Supralunar an ihren Arrangements feilen. Straight Into The Sun ist moderner Hard Rock mit einem deutlichen neunziger Jahre Einschlag, aber immer mit einem Fuß in der klassischen Rocktradition. Ashes zeigt die härtere Seite der Band und bringt sogar leichte progressive Elemente ins Spiel. So Long wirkt wie eine Mischung aus Beatles und Radar Love und ist einer der charmantesten Songs der Platte.

 

Heavens Gate ist schnell, melodisch und erinnert an die Energie von Ritchie Blackmore. Justice Be Done bildet einen starken Abschluss und liefert klassischen Hard Rock mit einem Refrain, der live hervorragend funktionieren dürfte. Die Produktion ist klar, warm und detailreich. Die Band arbeitet mit vielen kleinen Momenten, die sich erst nach mehreren Durchläufen erschließen. Besonders auffällig sind die vielschichtigen Gesangsharmonien, die dem Album eine zusätzliche Dimension verleihen. Die neue Schlagzeugerin Akane Delle Fave bringt frische Energie und präzises Spiel, das sich perfekt in den Sound einfügt.

 

Fazit: Dead Come To Dance ist ein reifes, vielseitiges und hervorragend produziertes Hard Rock Album. Supralunar greifen ihre Einflüsse auf, ohne sich darin zu verlieren, und schaffen ein Werk, das vertraut klingt, aber dennoch eine eigene Handschrift trägt. Ein Album voller Energie, Melodie und Persönlichkeit, das zeigt, wie lebendig klassischer Hard Rock im Jahr 2026 klingen kann.



31.01.2026 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

Facebook - Instagram - Email