Templar - Conquering Swords
ARTIST: Templar
TITLE: Conquering Swords
LABEL: Jawbreaker Records
RELEASE DATE: 27. Februar 2026
GENRE: Heavy Metal
ORIGIN: Schweden
RATING: 8 von 10
Mit Conquering Swords legen Templar ihr Debütalbum vor und treffen genau den Punkt, an dem klassischer schwedischer Heavy Metal seine stärkste Wirkung entfaltet. Die Band knüpft hörbar an die Tradition von Heavy Load, Gotham City und Mercyful Fate an, ohne sich in Nostalgie zu verlieren. Stattdessen entsteht ein Album, das roh, lebendig und voller Energie klingt. Gates of Angmar eröffnet die Platte mit einer filmischen Atmosphäre. Glockenschläge, Synthesizer und eine unheilvolle Stimme bereiten den Boden für Witchking, das mit einem düsteren Riff und einer bedrohlichen Stimmung sofort zündet. Die Mischung aus epischem Flair und leicht giftigem Unterton verleiht dem Song eine besondere Note. Excalibur bringt ein treibendes Riff und einen Basssound, der sofort auffällt. Die Produktion lässt den Bass nicht nur mitlaufen, sondern wirklich arbeiten. Rainbow’s End setzt auf Tempo und ein eingängiges Refrainmotiv, während Exiled in Fire die melodische Seite der Band betont, ohne an Druck zu verlieren. The Sorceress ist einer der Höhepunkte des Albums. Der Song beginnt langsam und atmosphärisch, bevor er sich zu einem kraftvollen Stück entwickelt.
Die Stimme erinnert hier stellenweise an King Diamond, ohne imitierend zu wirken. Die Gitarren erzeugen eine mystische Stimmung, die sich perfekt in den Song einfügt. Trident ist kurz, direkt und wirkt wie ein klassischer Live Song. Shipwreck bringt eine interessante Mischung aus Groove und melodischen Ideen, bleibt aber etwas länger als nötig. White Wolf kehrt zu einer dunkleren Stimmung zurück und zeigt die Band von ihrer stärksten Seite. Der Abschluss Conquering Swords liefert ein würdiges Finale mit einem schweren, fast rituellen Aufbau und einem kraftvollen Ausklang. Die Produktion von Staffan Tengner ist warm, klar und bewusst organisch gehalten. Die Instrumente haben Raum, die Gitarren klingen scharf, der Bass ist präsent und die Drums wirken natürlich. Das Mastering von Patrick Engel sorgt für zusätzliche Wucht, ohne die Transparenz zu verlieren.
Fazit: Conquering Swords ist ein starkes Debüt, das Templar als ernstzunehmende neue Kraft im traditionellen Heavy Metal zeigt. Die Band verbindet epische Themen, melodische Gitarren und eine raue, authentische Energie zu einem Album, das sowohl alte Fans des Genres als auch neue Hörer abholt. Besonders The Sorceress, Witchking und White Wolf stechen heraus. Ein Album, das man laut hören sollte.
