TENEBRO – Una Lama D’Argento

 

ARTIST: Tenebro

TITLE: Una Lama D’Argento

LABEL: Time To Kill Records

RELEASE DATE: 12. Dezember 2025

GENRE: Death Metal / Horror Metal

LOCATION: Italien

RUNNING TIME: ca. 45 Minuten

RATING: 8/10


Mit Una Lama D’Argento liefern TENEBRO ihr bislang extremstes Werk – ein Album, das nicht nur Musik, sondern ein cineastischer Albtraum ist. Elf Songs bilden eine Reise durch die Welt von Dario Argento, dem Meister des italienischen Horror‑ und Giallo‑Kinos. Die Band übersetzt ikonische Szenen aus Deep Red, Suspiria, Inferno, Tenebre, Phenomena und Opera in brutale Death‑Metal‑Attacken, die zwischen Gewalt, Spannung und morbider Atmosphäre oszillieren. Inferno eröffnet das Album als apokalyptischer Schlag, ein Song voller Feuer und Finsternis. L’angelo Caduto Tra Le Luci Del Teatro entfaltet sich als theatralischer Abstieg, ein Stück, das Bühne und Albtraum miteinander verwebt.

 

Mit Impiccata, der ersten Single, schlägt die Band gnadenlos zu: inspiriert von der berüchtigten Hängungsszene aus Suspiria, ein Song voller plötzlicher, unerbittlicher Intensität. Sangue Sui Muri bringt die Gewalt direkt ins Bild, ein Song über Blut und Verrat, während Lo Specchio… Omicida. die ikonische Spiegel‑Szene aus Deep Red in brutale Riffs verwandelt. Die zweite Hälfte bleibt ebenso kompromisslos. Il Corpo Come Spartito inszeniert den Körper als Partitur, ein Song voller morbider Symbolik. Piume Rosse beschwört die roten Federn als Bild des Todes, getragen von fauligen Gitarren. Appare alla Bambola, Poi La Lama ist ein Song über Puppen und Messer, ein brutales Spiel zwischen Kindheit und Gewalt.

 

Larve Affamate verwandelt die finale Szene aus Phenomena in ein infernalisches Klangbild, während Nel Sonno Della Veggente die Visionen der Seherin in bedrückende Atmosphäre gießt. Das Finale Jennifer beschließt das Album als letzter Schlag, ein Song über Obsession und Untergang. Die Produktion ist roh und klaustrophobisch, die Gitarren von Il Becchino schneiden wie Klingen, die Drums und der Bass von Il Beccamorto treiben die Songs gnadenlos voran. Das Artwork von Julian Ibanez verstärkt die albtraumhafte Dimension und macht Una Lama D’Argento zu einem visuell wie musikalisch geschlossenen Horror‑Manifest.

 

Fazit: Una Lama D’Argento ist kein gewöhnliches Death‑Metal‑Album. TENEBRO beschwören hier den Horror von Argento, verwandeln ikonische Szenen in brutale Klangattacken und schaffen ein Werk, das ebenso cineastisch wie extrem ist. Es ist ein Album, das schneidet, zerreißt und keine Ruhe lässt – ein Giallo Metal‑Manifest, das die italienische Underground‑Szene mit einem neuen Albtraum bereichert.



26.11.2025 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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