The Hara - The Fallout

 

ARTIST: The Hara

TITLE: The Fallout

LABEL: Mascot Records

RELEASE DATE: 23. Januar 2026

GENRE: Alternative Metal, Modern Rock

ORIGIN: Vereinigtes Königreich

RATING: 8 von 10


Mit The Fallout legen The Hara ihr bisher emotionalstes und zugleich modernstes Album vor. Das Trio aus Manchester verbindet harte Riffs, elektronische Elemente und eine offene, oft schonungslos ehrliche Auseinandersetzung mit Selbstzweifeln, Druck und inneren Konflikten. Die Platte wirkt wie ein Ventil, das all das herauspresst, was sich über Jahre angestaut hat. Trophy eröffnet das Album ohne Umschweife. Die Stimme von Josh Taylor wirkt wie ein direkter Angriff, getragen von schweren Gitarren und einem modernen Rocksound, der zwischen Wucht und Elektronik pendelt. Easier To Die legt noch einmal an Gewicht zu. Die tief gestimmten Gitarren und der massive Groove erzeugen eine greifbare Frustration, die live vermutlich noch intensiver wirkt. Stay zeigt die verletzliche Seite der Band. Der Song reduziert alles auf das Wesentliche und lässt die Stimme fast nackt im Raum stehen. Die Ehrlichkeit wirkt unmittelbar und ohne jede Übertreibung. Violence, mit Bethany Hunter von As December Falls, ist einer der stärksten Momente des Albums. Dramatische Elektronik, ein sofort packender Refrain und ein Riff, das ohne Vorwarnung einschlägt.

 

Genau diese Mischung aus Härte und Eingängigkeit ist die große Stärke von The Hara. Monsters and Demons, Psycho Killer und Kings zeigen die Band in ihrem Element: modern, aggressiv, aber immer mit einem melodischen Kern. The System bringt eine überraschende Wendung und erinnert mit seinem elektronischen Beat und der aufgeladenen Energie an The Prodigy. Twist The Arrows und Bury Me arbeiten mit ruhigen Momenten, bevor sie in explosive Ausbrüche kippen. Intergalactic Sabotage und Enemy schließen das Album mit einer Mischung aus Wut, Popgefühl und moderner Rockästhetik ab. Die Band bewegt sich frei zwischen Stilen, ohne sich festzulegen, und genau das macht den Reiz aus. Die Produktion ist modern, laut und klar. Die Gitarren haben Druck, die Elektronik wirkt nicht aufgesetzt, und die Stimme steht präsent im Vordergrund. Die Songs sind offensichtlich für die Bühne gedacht, und man hört, wie sehr die Band live denkt und fühlt.

 

Fazit: The Fallout ist kein perfektes Album, aber ein ehrliches, energiegeladenes und emotional aufgeladenes Werk. The Hara verbinden moderne Härte mit Popgefühl, elektronische Elemente mit roher Wut und schaffen ein Album, das live vermutlich noch stärker wirkt als auf Platte. Ein guter Schritt nach vorn und ein solides Fundament für alles, was noch kommt.


31.01.2026 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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