The Promise Of Plague

The Earth Above, A Grave Beneath

 

ARTIST: The Promise Of Plague

TITLE: The Earth Above, A Grave Beneath

LABEL: Throne Of Lies Records

RELEASE DATE: 10. Januar 2026

GENRE: Blackened Doom/Death

HERKUNFT: Louisville, Kentucky (USA)

LÄNGE: ca. 40 Minuten

RATING: 7 von 10


The Promise Of Plague melden sich mit The Earth Above, A Grave Beneath zurück und liefern ein Album, das seine Wurzeln tief im 90er‑Untergrund trägt, aber genug Eigenständigkeit besitzt, um nicht als bloße Nostalgie zu wirken. Das Sextett aus Louisville, Kentucky, verbindet harsche Black‑Metal‑Vocals, doomige Schwere und melodische Death‑Metal‑Elemente zu einem Sound, der roh, düster und überraschend vielseitig bleibt. Der Opener Vomit Running Through My Veins zeigt sofort, wie kompromisslos die Band agiert: Blastbeats, schleppende Passagen, melodische Leads und ein intensiver, wechselnder Gesang, der dem Album viel Dynamik verleiht. Dead Mistake und One Line Poem vertiefen die Atmosphäre mit klaren Melodien, gesprochenen Passagen und einer starken Dual‑Vocal‑Struktur, während der Titeltrack mit seinen tief verwurzelten Gitarrenmotiven und seiner bedrückenden Stimmung zu den stärksten Momenten zählt.

 

My World Is Better Darker schlägt eine langsamere, giftigere Richtung ein, bevor Of Sorrow als episches Zentrum des Albums auftrumpft – ein vielschichtiges Stück, das zwischen melancholischen Harmonien, harschen Ausbrüchen und getragenen Doom‑Momenten pendelt. Das abschließende Quiet‑Riot‑Cover Metal Health ist eine unerwartete, aber gelungene Verfremdung, die den düsteren Trip mit einem bizarr triumphalen Akzent beendet. Die Produktion von Chris Leffler und das Mastering von Todd Hawkins verleihen dem Album eine organische, leicht schmutzige Note, die gut zum Stil passt, auch wenn manche Details im Mix untergehen. Insgesamt ist The Earth Above, A Grave Beneath ein atmosphärisch dichtes Werk, das Fans von 1914, Woods Of Ypres oder Katatonia abholen dürfte – ein Album voller Schatten, Schwere und überraschender Tiefe.


01.03.2026 veröffentlicht von: Thomas M. © Metal-Division Magazine

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