Wacken 2026 – Diese Bands dürft ihr auf keinen Fall verpassen
170 Acts, neun Bühnen, vier Tage. Niemand schafft alles. Aber wer diese Acts verpasst, verpasst Wacken 2026. Unser Überblick über die Highlights des Jubiläums-Line-ups – von den Headlinern bis zu den Entdeckungen, die man danach nicht mehr vergessen wird.
Def Leppard – Die Stadionrocker auf dem heiligen Acker
Sie kommen aus Sheffield, sie haben mehr als 100 Millionen Alben verkauft, und ihre Melodien hat jeder schon gehört – auch wer nie bewusst Metal gehört hat. Def Leppard auf dem Holy Ground ist eine dieser Kombinationen, die auf dem Papier unwahrscheinlich klingt und live schlicht unvergesslich wird. Hysteria, Pour Some Sugar On Me, Rock of Ages – in einem Norddeutschen Sonnenuntergang, vor 85.000 Menschen, klingen diese Songs wie das, was sie immer waren: perfekte Rockmusik.
Judas Priest – Die Götter kehren zurück
Rob Halford, das fliegende Motorrad, das Leder, der Stahl. Judas Priest haben Wacken bereits mehrfach geprägt – 2015 zum 25. Jubiläum, jetzt wieder zum 35. Sie sind eine der wenigen Bands, bei denen das Wort „Legende" keine Übertreibung ist, sondern eine sachliche Einordnung. Wer Painkiller und Breaking the Law live erlebt hat, weiß: Diese Band klingt auf großen Bühnen anders als auf Platte – größer, härter, unausweichlicher.
Sabaton – Die Schlachtfeld-Historiker
Keine Band auf dem diesjährigen Line-up polarisiert und begeistert gleichzeitig so sehr wie Sabaton. Die Schweden machen Power Metal über Kriegsgeschichte – und tun das mit einer Energie und Ernsthaftigkeit, die selbst Skeptiker selten kalt lässt. Live sind Sabaton eine Maschine: Joakim Brodén am Mikrofon ist kein Frontmann, er ist ein Feldherr. Wer das Schlachtfeld noch nicht betreten hat, sollte es in Wacken tun.
Lamb of God – Amerika schlägt zurück
Lamb of God stehen für das härtere Ende des diesjährigen Line-ups – präziser Groove-Metal aus Richmond, Virginia, mit Randy Blythe als einer der packendsten Frontmänner der harten Musik. Wer am Holy Ground Riffarbeit auf höchstem Niveau erleben will, ist hier richtig. Die Band gilt seit Jahren als einer der besten Live-Acts ihres Genres. Wacken 2026 bestätigt diesen Ruf.
In Flames – Die Götter des Melodic Death Metal
In Flames sind eine der meistdiskutierten Bands des modernen Metal – und genau deshalb einer der spannendsten Acts des Jubiläums-Line-ups. Die Schweden haben ihren Sound in den letzten Jahren weiterentwickelt, und wer damit hadert, sollte sich ihre Live-Show anschauen: Sie erinnert daran, warum Clayman und The Jester Race einst eine ganze Generation geprägt haben.
Powerwolf – Das Heimspiel
Powerwolf brauchen in Wacken keine Einführung mehr. Seit 2017 gehören die Saarbrücker zu den Publikumslieblingen des Festivals – und ihre Shows werden von Mal zu Mal größer, theatralischer, sakraler. Blut, Weihrauch, Kirchenorgeln und Metal. Niemand macht das so wie Powerwolf. Wer die Hymnen von Bat Cemetery oder Sanctified with Dynamite mit 85.000 Menschen mitsingen will, ist hier richtig.
Savatage – Die große Rückkehr
Savatage gehören zu den bewegendsten Comebacks des Jubiläumsjahrgangs. Die amerikanische Prog-Metal-Legende, die Ende der 90er in das Trans-Siberian Orchestra aufging, ist für 2026 angekündigt – und weckt Erwartungen, die kaum zu übertreffen scheinen. Genau das macht diesen Auftritt so spannend.
Emperor – Black Metal in seiner reinsten Form
Emperor aus Norwegen sind kein Konzert. Sie sind ein Ritual. Die Pioniere des atmosphärischen Black Metal bringen mit In the Nightside Eclipse eines der einflussreichsten Alben des Genres in die Wacken-Nacht – und wer die Kombination aus Dunkelheit, Kälte und Blasphemie auf dem Holy Ground erleben will, sollte sich diesen Slot nicht entgehen lassen.
Running Wild – Wirklich das letzte Mal
Rock'n'Rolf Kasparek und sein Piratenschiff legen 2026 zum Abschluss in Wacken an. Running Wild gelten als eine der Ur-Bands des Festivals, und ihr Abschied – wenn es denn wirklich einer ist – verdient maximale Aufmerksamkeit. Long Tall Sally, Under Jolly Roger, Riding the Storm. Wer diese Songs zum letzten Mal live hören will: Das hier ist die Gelegenheit.
Die Entdeckungen – Augen auf bei den Nebenbühnen
Neben den großen Namen sind es oft die Acts auf Louder Stage, W.E.T. Stage und Wackinger Stage, die das Festival wirklich definieren. Blood Command aus Norwegen, Blood Red Throne und Allt sind 2026 neu dabei und könnten zu den Entdeckungen des Jahrgangs werden. Regel für Erstbesucher: Mindestens einen Slot pro Tag auf einer der kleineren Bühnen einplanen – und offen reingehen. Wacken hat seinen Ruf als Entdeckungsmaschine nicht ohne Grund.
170 Bands, vier Tage, ein Dorf. Wer gut plant, erlebt das beste Metal-Festival der Welt. Wer gar nicht plant, erlebt es trotzdem – nur anders. Beides ist Wacken.
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