APRIL IN FLAMES - Scream For An Epitaph

ARTIST: April in Flames
TITLE: Scream For An Epitaph
RELEASE DATE:
GENRE: Death´n´Groove
COUNTRY / CITY: Schweinfurt
RATING: 8/10


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Hart, zunächst sperrig und facettenreich tönte es aus den Lautsprechern. "Riot" gibt Vollgas, unterbrochen nur vom mit langsamen Breaks unterlegten Refrain. Das Schlagwerk hämmert gnadenlos, der Bass wummert deutlich hörbar, die Gitarren schreddern. Ein wirklich guter Start ins Album. "My Curse" nimmt etwas Fahrt heraus, variable im Vordergrund zu hörende Drums, ein modernes Riff münden in einen melodischen Chorus. In der Tat, hier hat die Band viele Ideen untergebracht. Vielseitig, variabel, großartig. "All I Ever Wanted" ist ein harter Midtempo-Song der mit herrlichen, cleanen Gesangspassagen und kurzen moderneren Licks auftrumpft. "No Escape" marschiert mit Groove kräftig nach vorne, Besonders zu erwähnen ist der hymnenhafte Chorus. Flo an den Drums gibt alles, Danny ebenso, wild, brutal, immer auf die Zwölf. Im zweiten Teil der Scheibe denken APRIL IN FLAMES gar nicht daran die Fahrt herauszunehmen. "Through Childs Eyes" glänzt mit epischen Momenten. "Raging Chaos" eröffnet mit groovenden Gitarrenvibes, schwebend gleichsam und variable Schlagzeugrhythmen führen in einen der stärksten Songs des Albums. Hier agieren APRIL IN FLAMES verschnörkelter, langsame Passagen wechseln sich mit der äußerst dramatischen Grundstimmung ab. Ein effektives Break zeigt die Vorliebe der Band für große epische Momente. Progressive Töne sind ihnen näher denn je. Mit "Bitter Pill" regiert nochmal Härte mit entfesselter Rhythmusabteilung. Auch schön, die cleanen Gitarrenparts, die Ruhe vor dem Sturm, der in der zweiten Hälfte des Songs über einen herein bricht. Den Kontrast bildet das folgende "The Beast You´ve Made Me". Ein Track, zu dem man schnellen Zugang haben kann. Erst eher unscheinbar, wächst der Song ungemein, inzwischen ist er einer meiner Faves. Den Abschluss des Albums bildet "Holy Traitor" und der mich auf Anhieb packte, denn der Refrain ist schlichtweg die Macht. Insgesamt haben APRIL IN FLAMES mit "Scream For An Epitaph" eine modern eingespielte Quintessenz abgeliefert. Ihre Einzigartigkeit haben sie trefflich unter Beweis gestellt.



TRACKLIST:
Riot
My Curse
All I Ever Wanted
No Escape
Through Childs Eyes
Raging Chaos
Bitter Pill
The Beast You´ve Made Me
Holy Traitor

LINE-UP:
Danny - Vocals
Max - Guitar, Clean Vocals
Holger - Guitar
Flo - Drums
Mel - Bass


Artikel veröffentlicht am 14.01..2018  | Thomas Müller 

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