BAIT - Sunburst

ARTIST: Bait
TITLE: Sunburst
LABEL: WOOAAARGH
RELEASE DATE: June 6, 2016
GENRE: Blackened Hardcore
COUNTRY / CITY: Würzburg / Germany
RUNNING TIME: 27:26
RATING: 8/10


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BAIT wandeln auf chaotischen Pfaden durch die unendlichen schwarzen Dimensionen des Kosmos entlang .
Aus den tiefen, unerforschten Weiten rast sie auf uns zu, diese Welle kosmischer Energie um uns zu durchdringen. Das rabenschwarze Meisterwerk "Sunburst" ist erneut ein großer Sprung nach Vorne für die Band und scheint die einstigen, ohnehin nicht wirklich eng gesetzten, kreativen Grenzen sprengen zu wollen. Kalt, unmenschlich, depressiv, Furcht einflößend, episch, schizoid, melancholisch, monumental und zwischen hasserfüllt und verzweifelt pendelnd klingen die neuen Stücke der Schwarzmetaller. BAIT scheren sich einen Dreck um ungeschriebene Metalgebote und lassen Elemente der verschiedensten Genres zu einem Ganzen verschmelzen. Die anspruchsvoll komponierten und fesselnden Songs gehören wohl zum emotional Kältesten, was die Gruppe bisher veröffentlicht hat. Die stets finstere Musik zeigt verschiedenartige Stimmungen auf, wobei sich so ein gewisses Horror-Feeling wie ein roter Faden durch sämtliche Songs führt. Auch der Rhythmus pendelt zwischen schleppend langsam über Marschrhythmen bis zu gelegentlichen Blast-Attacken. Es gibt viele Breaks und Tempowechsel. Für viel Spannung sorgen auch die vielen dynamischen Wechsel, von ruhig angelegten bis zu geradezu explodierenden Parts. Alles ist stimmig, BAIT schaffen das Spagat zwischen variablen Arrangements und traditionellem Black Metal.
Wer voll hinabtaucht in die Tiefen dieses technisch hervorragend umgesetzten Werkes wird von der morbiden Atmosphäre geradezu in den Bann gezogen. Metal ist nicht auf einen eng gefassten Horizont beschränkt, sondern kann durchaus “Multiverse” sein. Durch die kraftvollen und episch angelegten Vocals ist noch dazu eine gewisse Affinität zum Black Metal nicht von der Hand zu weisen. "Sunburst" stößt einen anfangs öfters vor den Kopf, will erarbeitet werden. Man muss Ordnung in die Konfusion bringen. Hat man dies geschafft, eröffnet sich einem danach ein unheimlich eigenständiges, facettenreiches Album, das immer neue Überraschungen bereit hält. Anspieltipps: "Nihil", "Sunburst" und "Leviathan II". Sie bringen genau das Feeling rüber, das mit dieser Musik vermittelt werden soll.



TRACKLIST:
Nihil
Inner War
Sunburst
In The Absence Of Light
Leviathan II

LINE-UP:
David
Alex
Nico
Björn


Artikel veröffentlicht am 07.01..2018  | Thomas Müller 

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