EUFOBIA - Eufobia

ARTIST: Eufobia
TITLE: Eufobia
LABEL: Wizard / Twilight
GENRE: Death'n'Roll
COUNTRY / CITY: Sofia / Bulgaria
RATING: 8/10


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Es ist wahrlich nicht leicht, in der gewaltigen Veröffentlichungsflut im heutigen Metalsektor noch neue, individuelle Bands auszumachen, die es schaffen, frischen Wind in die Szene zu bringen und den Liebhaber
harter Gitarrenmusik auch mal mit etwas Neuartigem überraschen und erfreuen können. Es gibt derzeit zwar unzählige gute Neuerscheinungen, diese sind aber meist lediglich eine gelungene “Variation” bereits vorhandener Werke und befriedigen nicht das Begehren nach neuem, einzigartigem und aussergewöhnlichem Material, das wohl in den meisten von uns schlummert. Zum Glück gibt es da Bands wie EUFOBIA. Die Bulgaren bedienen sich zwar auch der gängigen metallischen Subspielarten, schaffen es aber dennoch, einen bandeigenen Stil auf die Beine zu stellen, indem sie ein Gerüst aus Heavy Metal mit Anleihen aus der Death Abteilung ausschmücken. Das heißt, es gibt eine eigenständige Mischung aus Heavy Metal und Death-Metal zu hören. Die beiden Saitenhexer ziehen hier ein paar echt schöne Melodien ( "Liquid Of Creation" und "Scarecrow" ) und knackige Riffs aus dem Hut, die den Hörer ohne Umschweife für sich einnehmen. Generell ist das Songwriting durchdacht. Alles andere als engelhaft ist auch der grimmige, ab und an auch etwas hysterische Gesang, der sich in den aggressiveren Passagen der zehn Kompositionen perfekt mit dem zornigen Gesang abwechselt, wobei hier desöfteren auch mal Grunz- Kreisch- und cleaner Gesang vorgetragen wird. Gesanglich ist "Eufobia" mit das abwechslungsreichste und faszinierendste Album, das ich je vernommen habe! Die Musik selbst ist natürlich auch recht variabel, und vermittelt dem geneigten Hörer Stimmungen wie Melancholie, Wut, Stolz und Fröhlichkiet. Ja, richtig gelesen, einige Songs von EUFOBIA eignen sich gewiss sehr gut zum mitschunkeln, macht sich bestimmt gut bei dem einem oder anderem Bierchen. Müsste ich was empfehlen, würde ich mich womöglich für "Fat Sack Of Shit" oder auch den Ohrwurm "Cyber Pervert" entscheiden. Hinzu kommt, dass EUFOBIA eine gelungene Mischung aus teilweise traumhaften Melodien und einem gesunden aggressiven Grundton auf "Eufobia" darbieten. Unter dem Strich bleibt "Eufobia" ein sehr gelungenes Album, das viele unterschiedliche Komponenten griffig vereint und zu starken Songs werden lässt. Da es wegen der immensen Abwechslung aber doch etwas schwierig ist, die Musik der Band passend zu beschreiben, sollte sich am besten jeder selbst ein Bild von dem Einfallsreichtum machen und einfach mal in das eine oder andere Lied reinhören. Welches, ist eigentlich egal, meiner Meinung nach ist jedes ein kleines Meisterwerk für sich.



TRACKLIST:
1. Graveyard
2. Hater
3. Liquid Of Creation
4. Devotion
5. Fat Sack Of Shit
6. Unspoken
7. Lust
8. Scarecrow
9. Cyber Pervert
10.Tears Of Defloration

LINE-UP:
NIKI (Guitar & Vokals)
STEFF (Bass & Vokals)
BLAGO (Drums & Voklas)
IVAN (Guitar)


Artikel veröffentlicht am 13.02.2018  | Leif Tischner

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