MINNERIKET - Anima Sola

ARTIST: Minneriket
TITLE: Anima Sola
LABEL: ABAR - Akslen Black Art Records
RELEASE DATE: January 2, 2018
GENRE: Romantic Black Metal
COUNTRY / CITY: Norge
RUNNING TIME: 55:45
RATING: 9/10


MINNERIKET sind hier mit einem, ich nehme es gleich vorweg, Hammeralbum unterwegs. Denn schon von der ersten Sekunde an überrollt eine wütende, ursprüngliche und wahrhaftig schwarze Black Metal Attacke der bösartigsten und destruktivsten Art alles, was ihr in die Quere kommt! Von allen Seiten her peitschen einem zerstörerische Black und Thrash Metal Riffs direkt ins Gesicht und werden dabei von einem tobenden, herrlich ursprünglich abgemischten Schlagzeug unterstützt. Dieses tödliche Gespann entfaltet seine Macht in verschiedensten Tempogefilden, einmal in aggressiven Prügelattacken, dann wieder in schleppenden Midtempoparts. Auch gesanglich halten sich MINNERIKET erstaunlicherweise recht variabel, denn sowohl grimmige Krächzvocals als auch manisches, krankes Gekreisch begleitet das hasserfüllte Liedgut auf seinem tödlichem Kreuzzug gegen alle Menschheit. Es ist aber vor allem die Atmosphäre, die Vocalist und Multi-instrumentalist Stein Akslen uns hier offeriert, die mich so begeistert. Ungebändigter Hass, abartiger Zorn sowie wehleidige Misanathropie strömen aus dem Innersten des Zuhörers hervor und übernehmen zumindest für die Dauer dieser Platte die Kontrolle über ihn! Sei also gewarnt, bevor Du Dich in die Fänge dieser Hymnen der Feindseligkeit und Verbitterung begibst, Songs wie "An All Too Human Heart", "Between Infinity and Melancholy" oder "Alle hjerter banker ei" könnten Dich unter Umständen nämlich nie wieder loslassen…Ein Superanfang! Die fiese Stimme, gepresst, fauchend passt zur düsteren, dumpfen Ausrichtung. "Det lyset jeg ikke kan se" bietet wieder diese hängenden Gitarren gepaart mit hypnotischen Vocals, gebieterisch, das Schwert schwebt dicht über uns, ein Menetekel. "Alle hjerter banker ei" greift eine unheilige Allianz ein mit treibendem Black norwegischer Prägung der Frühneunziger. Der verzweifelt vorgebrachte Refrain lässt Gänsehaut entstehen. Und so geht das munter weiter, Tempo, Riffing und Atmosphäre werden gekonnt variiert, ohne die Genregrenzen zu verletzen. Ob "When Life Gets Sick, the Dead Grow Strong", "Smerte, skjønnhet og Satan" oder "I am the Serpent Son", in welchen man meint, unguterweise mitten im Kampfgeschehen plaziert zu sein; immer verursachen die sägenden Gitarren im Verbund mit berserkerhaftem Schlagwerk, bösem Bass eine Trübung des Allgemeinwohls. Zuguterletzt stimmen bei diesem Album auch das passend gewählte Coverartwork und die Produktion, so dass ich hier für aufgeschlossene Düsterfans eine uneingeschränkte Kaufempfehlung erteilen kann.



TRACKLIST:
Tro, håp og kjærlighet
An All Too Human Heart
When Life Gets Sick, the Dead Grow Strong
I am the Serpent Son
Between Infinity and Melancholy
Det lyset jeg ikke kan se
Sorger er tyngst i solskinn
Alle hjerter banker ei
Smerte, skjønnhet og Satan
Time for Suicide

LINE-UP:
Stein Akslen - Vocalist and multi-instrumentalist


Artikel veröffentlicht am 30.12..2017  | Thomas Müller 

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